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Bürgerportal soll weiter ausgebaut werden

Von: Georg Pinzek
Letzte Aktualisierung:
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Sie haben einen Schaden an einer Fahrbahn festgestellt? Die Bürger sind aufgefordert, über das Bürgerportal auf der Internetseite der Stadt Schlaglöcher – wie den in der Rudolf-Blum-Straße – zu melden. Foto: Schaum

Würselen. Von neuen Möglichkeiten, sich zu informieren und vor allem mit der Verwaltung zu kommunizieren, war schon in der Startphase die Rede. Das seit vier Monaten freigeschaltete Bürgerportal der Stadt Würselen hat aber sogleich manchem Bürgerunmut Tür und Tor geöffnet.

Einige Erwartungen, die mit dem Internetauftritt verknüpft worden sind, konnten offenkundig nicht erfüllt werden. Mit einem Flyer, den die Stadt zusammen im Kuvert mit dem Steuerbescheid 2013 verschickte, wurde Bürgern das Portal vorgestellt: „Dort finden Sie Informationen zu sämtlichen Dienstleistungen und Ansprechpartnern innerhalb der Stadtverwaltung. Sie können Formulare und Merkblätter kostenlos herunterladen und nach Telefonnummern oder Öffnungszeiten suchen.“ Um die Online-Dienste in Anspruch zu nehmen, müssen die Nutzer ein so genanntes Bürgerkonto anlegen. Das ist in der Tat schnell erledigt. Eingefordert werden Daten wie Name und E-Mail-Adresse, die gespeicherten Eingaben werden mit einem Kennwort geschützt. Dann können unter dem Stichwort „Amtsblatt“ die städtischen Mitteilungen abonniert, oder unter dem Stichwort „Straße“ können Schlaglöcher gemeldet werden. Unter dem Stichwort „Hund“ (was Wunder) können Waldi und Co. steuerlich angemeldet werden.

Ansprechpartner finden

Der Kritik am Bürgerportal stellt sich Pressesprecher Bernd Schaffrath auf Anfrage dieser Zeitung: „Mit dem Bürgerportal hat die Stadt Würselen im Oktober 2012 den ersten wichtigen Schritt in Richtung E-Government getan. Zunächst ersetzt das Bürgerportal das vorherige ,Virtuelle Rathaus‘ und liefert Informationen zu Dienstleistungen, Ansprechpartnern und Einrichtungen der Stadt Würselen. Über eine Volltextsuche findet man zahlreiche Stichwörter, Namen und Abteilungen. Es ist nach wie vor möglich, die Mitarbeiter per E-Mail zu kontaktieren.“

Nicht jeden Wunsch erfüllen

Mit dem Bürgerportal stelle die „Regio IT“, eines der größten nordrhein-westfälischen kommunalen Rechenzentren, eine Portaltechnologie bereit, auf der verschiedene webbasierte Services angeboten werden könnten. Der Nutzer könne mittels Online-Formular zu jeder Dienstleistung direkt und über eine sichere Datenverbindung Kontakt mit der Verwaltung aufnehmen. In Zukunft würden die Online-Formulare sukzessive zu E-Government-Prozessen ausgebaut. Bernd Schaffrath betont: „Langfristig soll es möglich sein, eine Vielzahl von Dienstleistungen über das Bürgerportal zu erledigen, ohne sich auf den Weg ins Rathaus machen zu müssen – was allen Bürgerinnen und Bürgern natürlich nach wie vor frei steht. Schon jetzt ist es beispielsweise möglich, einen Hund per Online-Formular von der Hundesteuer an- beziehungsweise abzumelden. Mit dem Bürgerportal hat die Stadt Würselen eine Plattform eingerichtet, auf der E-Government-Prozesse überhaupt erst eingebunden werden können, was mit dem vorherigen ,Virtuellen Rathaus‘ technisch nicht möglich war. Die Stadt arbeitet hinsichtlich der Weiterentwicklung des Bürgerportals eng mit der Regio IT zusammen, die das Bürgerportal unter anderem bereits erfolgreich in Simmerath und Düren eingeführt hat. Unzweifelhaft gibt es noch viel zu tun, aber der erste Schritt in Richtung E-Government ist gemacht. Dass es im Einzelfall immer wieder einmal unzufriedene Nutzer gibt, ist bedauerlich. Da das Portal jedoch für eine große Anzahl Nutzer ausgelegt ist, kann leider nicht jeder Individualwunsch berücksichtigt werden.“

Das Bürgerportal ist erreichbar über http://buergerportal.wuerselen.de.

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