Würselen - Bürgermeister lobt Bürger als Rückgrat der Gesellschaft

Bürgermeister lobt Bürger als Rückgrat der Gesellschaft

Von: ehg
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Eis und Schnee getrotzt: Würselens Bürgermeister Arno Nelles sprach beim Neujahrsempfang vor einer stattlichen Zahl von Gästen.

Würselen. Sorgen hatte sich Bürgermeister Arno Nelles gemacht, dass wegen des Wintertiefs „Daisy”, das mit eisigem Nordostwind und reichlich Schneefall übers Land zog, die zu seinem ersten Neujahrsempfang eingeladenen Bürger ausbleiben könnten.

Um so mehr freute es ihn, eine unerwartet stattliche Zahl von ihnen begrüßen zu können, „die im vergangenen Jahr unverzichtbare Dienste für Würselen geleistet haben und in der Zukunft dringend gebraucht werden.” Gerne testierte er ihnen: „Sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Ihnen zu Ehren findet dieser Empfang heute Morgen statt.” Allen, die nicht kommen konnten, wünschte Nelles nicht minder Glück und Gesundheit.

Mit guten Wünschen fürs neue Jahr machten die Sternsinger aus St. Marien (Scherberg) ihre Aufwartung, während das Jazztrio Aram Schneider (Schlagzeug), Heike Wättgen (Bass) und Rene Schwiers (Piano) den musikalischen Rahmen gestaltete.

Nelles wollte zwar nicht das alt bekannte Klagelied anstimmen, skizzierte jedoch die Rahmenbedingungen, unter denen fast alle Kommunen ins neue Jahr starten müssen, unmissverständlich. Wegbrechende Steuereinnahmen sowohl im Gewerbe- als auch im Einkommensteuerbereich verschlechterten die Einnahmeseite. Prognostizierte Verschlechterungen der Arbeitsmarktsituation ließen in erheblichem Maße Ausgabensteigerungen im Bereich der Sozialausgaben erwarten. Gleichzeitig führten aktuell beschlossene und noch zu erwartende Gesetzesvorhaben zu weiteren Einnahmeverlusten.

Der Bürgermeister beugte dem Eindruck vor, dass die Stadt angesichts der geschilderten Situation den Kopf in den Sand stecken werde. Der Bezirks- und Landesregierung werde man deutlich machen müssen, „dass wir nicht wie andere durch Umlagen finanziert werden. Von daher sind wir auf die Hilfe des Landes angewiesen.” Denn: „Wenn bei uns in den Kommunen die Lichter ausgehen, dann ist mehr als das kommunale Theater gefährdet.”

Nelles machte keinen Hehl daraus, „dass wir auch vor Ort gemeinsam alles auf den Prüfstand werden stellen müssen. Wir werden und müssen alle zusammen darüber entscheiden, was wir aufrecht erhalten und was wir vorübergehend oder dauerhaft aufgeben wollen.” Mit Stolz erfüllte es Bürgermeister Nelles, dass in seiner gerade mal zweimonatigen Amtszeit der leidige Streit um die Verkehrsführung vor St. Sebastian beendet worden sei. Hin und wieder müsse man aufhören zu diskutieren und Entscheidungen treffen.
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