„Bürgermeister für einen Tag”: Akten sortieren, Legoland bauen

Von: jk
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Ganz nah dran: Für die kleine
Ganz nah dran: Für die kleinen „Bürgermeister für einen Tag” gab es im Büro des echten Ersten Bürgers Dr. Willi Linkens spannende und interessante Eindrücke. Foto: Jule Klieser.

Baesweiler. Was macht ein Bürgermeister eigentlich den ganzen Tag? 65 Schülerinnen und Schüler haben darüber in kleinen Aufsätzen spekuliert beim Wettbewerb „Bürgermeister für einen Tag”, und zehn von ihnen durften es jetzt hautnah erleben: Sie nahmen im Bürgermeisterbüro Platz im Chefsessel und kamen ungezwungen ins Gespräch mit Dr. Willi Linkens.

„Er steht um fünf Uhr auf und geht dann ins Büro, um Akten und Unterlagen zu sortieren”, hatte Paul Ludwig aus der Klasse 4c der Friedensschule geschrieben. Ganz so früh stehe er nicht auf, klärte Dr. Willi Linkens auf.

Den Schüler-Vorschlag, „ein Legoland zu errichten”, käme indes für ihn schon in Frage - wenn denn eine passende Firma dafür zu finden wäre. Mit dem Tagesablauf lag Jonas Heintz beinahe richtig, denn darin steht der Bürgermeister um sechs Uhr auf. Und: „Mehr Geld in soziale Einrichtungen stecken, Kindern einen besseren Abschluss ermöglichen, damit sie einen besseren Job kriegen.

Dann können sie mehr Steuern bezahlen”, schlug Jonas vor. „Da spricht ja schon der Politiker”, analysierte Linkens. Lob vom Stadtvater heimsten sie für ihr Umweltbewusstsein ein. Denn fast allen war die Vermeidung von wildem Müll und die Sauberkeit der Stadt ein Anliegen. „Der Bürgermeister soll mal gucken, wer Müll auf die Straße und in die Büsche wirft. Den würde ich einen Monat lang die Straße kehren lassen”, war Alexander Jostens Idee.

„Einen lustigen Tag als Bürgermeisterin” hat sich Nina Leonie Colling (3a, Friedensschule) ausgedacht: Das Frühstück mit Spiegeleiern und Speck, Mittagessen und Kaffeetrinken spielen darin eine wichtige Rolle. Doch natürlich kommen die Arbeit am Computer, eine Konferenz über Umweltschutz und Schachspielen mit Senioren kommen nicht zu kurz.

Fantasievolle Vorschläge

„Ich wäre auch gern Bürgermeisterin und ich finde es toll, dass Sie Bürgermeister sind”, sagte Bera Topaloglu. Lorina Mertens (3b, Friedensschule) findet, „der Bürgermeister könnte herumfahren und schauen, was alles nicht in Ordnung ist”.

„Wenn ich mit dem Fahrrad fahre, habe ich immer Zettel und Stift dabei”, konnte Linkens der Schülerin versichern. Für die vielen fantasievollen Vorschläge und die Mühe, die sie sich gemacht hatten, dankte Baesweilers Erster Bürger den Kindern.

Sozialamt und Integrationsrat hatten beim Internationalen Kinderfest vor einem Jahr die Aktion „Werde Bürgermeister für einen Tag” ins Leben gerufen.

Der 23. April ist in der Türkei ein nationaler Feiertag und vor allem den Kindern gewidmet. 65 Kinder hatten sich innerhalb der Frist im Februar und März beworben. Da hatte es die Jury, bestehend aus Mitgliedern von Integrationsrat und Verwaltung, schwer, die zehn besten auszuwählen.
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