Herzogenrath - Bürgerhaushalt: Sportler nutzen Chance

Bürgerhaushalt: Sportler nutzen Chance

Von: tv
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Die Führungsriege des Herzoge
Die Führungsriege des Herzogenrather Stadtsportverbands hält den Bürgerhaushalt für eine runde Sache: (v.l.) Dieter Kreutz, Ludwig Bergstein und Manfred Borgs. Foto: Thomas Vogel

Herzogenrath. Höhere Bußgelder für Verunreinigungen, LED-Straßenbeleuchtung, Schließung der städtischen Sauna - die ersten Vorschläge zum Bürgerhaushalt sind auf <a href="http://www.roda-rechnet.de" target="_top">http://www.roda-rechnet.de</a> online und bereit, von allen bewertet zu werden.

Der Start der aktiven Beteiligungsphase zeigt, dass viele Herzogenrather bereits darauf gewartet haben, den kommenden Haushalt mitzugestalten. Was dabei herauskommt, sind viele unterschiedliche Ideen, wie die Roda-Stadt sparen, die Lebensqualität verbessert und die Kasse wieder etwas gefüllt werden kann.

Interessant sind jedoch auch die Blickwinkel von Menschen oder Institutionen verschiedener Lebensbereiche der Stadt auf den Bürgerhaushalt. Haben Sportler und Sportvereine bestimmte Anliegen, die sich als Vorschläge auf der Beratungsagenda des Rates wiederfinden werden? Wie beurteilen sie den Bürgerhaushalt an sich? Kompetenter Ansprechpart-ner, wenn es um eine Antwort auf diese Fragen geht, ist der Stadtsportverband (SSV).

Seit 40 Jahren fungiert er schon als Sprachrohr für Herzogenrather Sportvereine. Inzwischen sind 52 Vereine unter seinem Dach vereint, kümmert er sich um die Belange von 10.000 Sportlern. Er gestaltet in Absprache mit den Vereinen den Nutzungsplan für die Sporthallen, verteilt Geldmittel aus der Sportpauschale für Sportgeräte und arbeitet Investitionskonzepte für investive Maßnahmen aus, die der Stadt vorgelegt werden.

Geld richtig einsetzen

„Aus unserer Sicht ist es toll, dass die Bevölkerung ihre Meinung abgeben kann, dass sie befragt wird und sich beteiligen kann”, sagt Dieter Kreutz, Erster Vorsitzender des Stadtsportverbandes. Geschäftsführer Manfred Borgs stimmt zu und ergänzt: „Durch den Bürgerhaushalt fühlen sich die Sportler eingebunden und achten so ganz anders auf die Sportstätten, sie sehen sich eher als mitver-antwortlich.”

Die Sichtweise verändere sich von „wir nutzen die städtischen Anlagen” hin zu „wir nutzen unsere Anlagen”. Die Resonanz bleibe aber abzuwarten, so Kreutz. Es komme darauf an, wer sich nicht nur als Einwohner, sondern als verantwortungsbewusster Bürger sehe. Aus Sicht des Stadtsportverbands hofft man auf eine rege Teilnahme, um in der Ge-meinschaft einen großen Schritt nach vorne zu machen. Er wird Sportler und Vereine ermutigen, sich mit ihren Ideen am Bürgerhaushalt zu beteiligen.

Auch Vorschläge, die auf den ersten Blick abwegig klingen, sollen ruhig eingebracht werden. „Wer weiß, ob das im Nachgang nicht Initialzündung für etwas Brauchbares ist”, meint Borgs. Konkrete Vorschläge haben die Herren auch im Gepäck. So könnten die Mitglieder der Vereine für die aktive Mängelerkennung sensibilisiert werden. Auf diese Weise wird vermieden, dass sich beispielsweise kleine Risse, die frühzeitig erkannt und repariert werden, nicht zu einem teuren Sanierungsfall ausweiten. Die Maß-nahme trüge zum Werterhalt der Gebäude bei.

Denkbar sei in diesem Rahmen außerdem, das Bewusstsein der Sportler für den sparsamen Einsatz von Wasser und Strom zu schärfen. Ein weiterer Vorschlag betrifft die Zusammenarbeit der Vereine. Wo Plätze und Hallen gemeinsam genutzt werden können, solle dies auch praktiziert werden. Einen beispielhaften Fall schildert Ludwig Bergstein, stellvertretender Vorsitzender des Stadtsportverbands: Einem Tennisclub wurde der Platz gekündigt. Doch anstelle eines teuren Neubaus tat er sich mit einem benachbarten Club zusammen. Viel Geld sei so gespart worden, und bis heute habe die Entscheidung bei den Vereinen niemand bereut.

Ein dritter Vorschlag sieht die Schaffung eines Sportstättenentwicklungsplans vor. Unter Beachtung der demographischen Entwicklung sollen dafür Befragungen der Bevölkerung stattfinden, welche Sportarten auf dem Vormarsch sind und wo das Interesse sinke. Dies helfe, Gelder in Zukunft richtig einzusetzen. Das Ergebnis seien nicht nur Einsparungen, sondern auch eine beträchtliche Steigerung der Lebensqualität in Herzogenrath.
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