Würselen - Brücken bauen: Integration durch Begegnungsorte fördern

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Brücken bauen: Integration durch Begegnungsorte fördern

Von: Anna Küsters
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Neben ihrem neu angebrachten Schild: Pelin Yigit und Catrin Renzelmann von der Integrationsagentur Würselen. Foto: Anna Küsters

Würselen. Das Bürozimmer der Integrationsagentur am alten Bahnhof ist gut besucht. Eine junge geflüchtete Frau gibt ihre Daten an Sozialpädagogin Catrin Renzelmann weiter, es wird herzlich geplaudert, man verabredet sich für den nächsten Tag zu weiteren Gesprächen.

„Wir wollen Projekte für alle hier in Würselen anstoßen“, erklärt Renzelmanns Kollegin Pelin Yigit. Das Konzept der Integrationsagentur ist auf Nordrhein-Westfalen begrenzt. Um die 180 dieser Einrichtungen sind gegründet worden, in Würselen hatte sich der Verein „Türöffner“ in Trägerschaft des paritätischen Gesamtverbandes um die Einrichtung einer Integrationsagentur bemüht. „Der integrative Ansatz des Vereins bot eine gute Grundlage“, erklärt Sozialarbeiterin Yigit.

Seit November vergangenen Jahres wird nun verstärkt ein Auge auf ein buntes, kulturelles Miteinander in Würselen geworfen. Sei es bei Veranstaltungen, Projekten oder im Vereinsleben. Zu Beginn stand dabei eine Sozialraumanalyse. „Wir wollten uns einen Überblick verschaffen: Wie viele Immigranten gibt es in der Kommune? Wie viele davon nehmen an kulturellen und sozialen Angeboten teil? Wie schaffen wir Begegnungsorte für die Menschen?“, führt Yigit aus.

Feststellen konnten sie dabei, dass zwar ein großes gegenseitiges Interesse da sei, oftmals aber die Vermittlungsstelle fehle. Brücken werden zum Beispiel mit einem Theater-, Musik- und Tanzprojekt, aber auch mit der entstandenen Schreibwerkstatt gebaut. Auch das Fest der Kulturen am 15. September spiele eine wichtige Rolle, um benachteiligte Familien anzusprechen, so Renzelmann. Die Vereine träfen so aufeinander, um gemeinsame Angebote zu schaffen.

Geplant sei zudem eine Wiederbelebung des Integrationsrats. „Uns ist die Zusammenarbeit mit der lokalen Politik sehr wichtig“, betont Yigit.

 

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