Alsdorf - Broicher Siedlung: Gas strömt aus, Häuser geräumt

Broicher Siedlung: Gas strömt aus, Häuser geräumt

Von: ssc
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Mehrere Häuser und die Grundschule der Broicher Siedlung sind nach dem Gasaustritt an der Grabenstraße evakuiert worden. Foto: Philipp Baumanns

Alsdorf. Für die Grundschüler bestand keine Gefahr. Sie mussten nicht evakuiert werden, als am Mittwochmorgen zwei komplette Löschzüge der Alsdorfer Feuerwehr neben ihrem Schulgebäude an der Grabenstraße in der Broicher Siedlung vorfuhren.

Viele Anwohner mussten ihre Häuser jedoch für gut drei Stunden verlassen, denn in einem Wohnhaus, etwa 150 Meter von der Schule entfernt, strömte Gas aus einer Leitung.
ArtikelMitarbeiter der Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft (EWV) - eigentlich wegen eines Stromausfalls in dem Gebiet unterwegs - hatten den verdächtigen Geruch bemerkt und um 8.27 Uhr die Feuerwehr alarmiert. „Das Leck im Keller war schnell gefunden, es ließ sich bloß nicht gleich abdichten”, sagte Einsatzleiter Peter Adenau. Deshalb mussten die Arbeiter die Straße an zwei Stellen aufreißen und mittels so genannter Blasentechnik die Gaszufuhr unterbrechen.

Den Unterricht in der Schule hatte die Aktion nicht beeinträchtigt. „Wir haben die Schüler ganz gut ablenken können und einfach weitergemacht”, sagte die stellvertretende Schulleiterin Karin Saler. Laternen für St. Martin haben die Kinder gebastelt, während draußen die Hilfskräfte viel zu tun hatten. Derweil konnten sich in einem Raum der Schule Anwohner mit Kaffee versorgen, den die Schulsekretärin spontan aufgebrüht hatte.

Rasch reagiert

„Für mich war es ein Schreck, die ganzen Rettungswagen vorfahren zu sehen”, sagte Walter Böhm. „Ich hab´ nur gedacht: âHoffentlich ist keinem Nachbarn was passiert!´” Der 77-Jährige war in seinem Garten, als die Kolonne anrückte und er aufgefordert wurde, sein Grundstück zu verlassen. „Es ist gut, dass da so rasch reagiert worden ist.” Auch im Fall einer älteren Dame: Der war die Aufregung zuviel geworden und sie erlitt einen Schwächeanfall. Vor Ort wurde sie von Sanitätern medizinisch versorgt. Und schon bald durfte sie wie die übrigen Anwohner in ihr Haus zurückkehren.

Um 12 Uhr war der Einsatz zumindest für die Feuerwehr beendet. Die Gaszufuhr blieb jedoch eine Weile unterbrochen, die Keller der umliegenden Häusern wurden von zehn EWV-Mitarbeitern vorsorglich auf undichte Stellen in den Gasleitungen untersucht. Am Nachmittag war die Hauptgasleitung repariert, in den frühen Abendstunden wurde die Hausanschlüsse wieder versorgt.

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