Nordkreis - Briefwahl funktioniert bestens

Briefwahl funktioniert bestens

Von: Anja Klingbeil
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Nordkreis. Heinz Esser hat eine politische Überzeugung. Deshalb ist es für ihn keine Frage, dass er zur Wahl geht. „Und die Entscheidung, wem ich meine Stimme gebe, ist mir nicht schwer gefallen”, erklärt der 71-Jährige vielsagend.

Der Alsdorfer hat sein Kreuzchen bereits gemacht. Genauer gesagt: vier. Denn im Nordkreis werden neben neuen Bürgermeistern samt Stadtrat erstmals auch der Städteregionsrat sowie Vertreter des Städteregionstages gewählt. Nur in Herzogenrath haben die Wähler lediglich drei Stimmen, da durch das frühe Ausscheiden von Bürgermeister Gerd Zimmermann sein Nachfolger Christoph von den Driesch bereits im vergangenen Jahr gewählt wurde.

Wahltag

Wer am eigentlichen Wahltag, 30. August, nicht Zuhause ist, der hat bereits jetzt die Möglichkeit, seine Stimme abzugeben - per Briefwahl. So wie das etwa auch Heinz Esser und seine Frau gemacht hat. Der Mariadorfer hat die beiden roten Umschläge, in denen sich der blaue Umschlag samt Stimmzetteln befindet, bereits in die Wahlurne gesteckt.

Wer möchte kann die Briefwahlunterlagen direkt beim jeweiligen Rathaus im Wahlamt abgeben. In Alsdorf gibt es zudem eine Außenstelle des Wahlamtes in der Nebenstelle der Stadtbücherei Alsdorf im Alten Rathaus an der Aachener Straße.

Zwischen den Bücherregalen nehmen von dienstags bis donnerstags jeweils von 15 bis 18 Uhr die Wahlhelfer Platz. Neben der Wahlurne ist hier auch eine nicht einsehbare Wahlkabine eingerichtet. Und wer Fragen zur Wahl hat oder wie das mit der Briefwahl genau funktioniert, kann sie eben auch in Hoengen stellen.

„Am Anfang ist das mit der Außenstelle etwas schleppend losgegangen”, erzählt Wahlhelferin Yvonne Reitz. Zum ersten Mal hatte das zusätzliche Wahllokal in der Bücherei zur Europawahl geöffnet. Mittlerweile hat es sich rumgesprochen, dass man auch dort seine Stimme abgeben und seine Briefwahlunterlagen abholen kann.

Zum Stichtag 26. Juli hat die Stadt Alsdorf in den Wählverzeichnissen 35735 eingetragene Wähler gezählt. Eine Briefwahl haben bisher über 2700 Menschen beantragt. „Das sind mehr als 2004. Da waren es nach der Hälfte der Zeit, in der man eine Briefwahl machen kann, 2600”, sagt Yvonne Reitz. In Baesweiler sind es bereits 2055 von 19.976 Wahlberechtigten, die ihr Kreuzchen vorher machen wollen. 37.839 Wahlberechtige zählt Herzogenrath, davon haben bisher 3542 eine Briefwahl beantragt.

„Vor allem die Anträge über das Internet nehmen zu. Das ist für die Menschen sehr komfortabel”, sagt Bernd Sauren. Direkt zu Beginn, am 3. August, haben 900 Anträge beim Wahlamt vorgelegen, erzählt Sauren. Von den 29.769 Wahlberechtigten, die es in Würselen gibt, haben bisher 3415 eine Briefwahl beantragt.

Ausgezählt werden auch die Stimmen der Briefwahl erst am Tag der Wahl in den jeweiligen Wahlbezirken. Übrigens ist auch Heinz Esser an diesem Sonntag Zuhause. „Aber man weiß ja nie, ob man an dem Tag nicht krank ist, da gehe ich lieber auf Nummer sicher und mache vorher eine Briefwahl”, sagt er.
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