Nordkreis - Brennende Kerzen niemals unbeaufsichtigt lassen...

Brennende Kerzen niemals unbeaufsichtigt lassen...

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Der jüngste große Feuerwehreinsatz im Nordkreis: Die Ursache für den Hausbrand am Formischweg in Kohlscheid wird derzeit noch ermittelt, wie die Polizei gestern mitteilte. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Nordkreis. Bei der Jahreshauptversammlung der freiwilligen Feuerwehr in Würselen etwa wurden beeindruckende Zahlen präsentiert: Die ehrenamtlichen Kräfte leisten im Jahr über 20.000 Dienststunden für die Allgemeinheit, die Zahl der Einsätze beläuft sich auf knapp 500.

In den anderen Nordkreisstädten ist das Einsatzaufkokmmen natürlich ähnlich groß. Unser Mitarbeiter Markus Ross sprach mit dem Pressesprecher und stellvertretenden Leiter der Würselener Feuerwehr, Ralf Jüsgens.

Ist im Herbst und Winter eine besondere Häufung von Bränden festzustellen?

Jüsgens: Witterungsbedingt steigt einerseits in der dunklen Jahreszeit die Zahl der technischen Hilfeleistungen durch Verkehrsunfälle und Frostschäden an Wasserleitungen. Andererseits steigt auch die Anzahl an Bränden. Vergessene Kerzen sind oft die Ursache. Durch die zunehmende Nutzung von Brennholz haben wir auch wieder vermehrt Kaminbrände zu verzeichnen.

Adventkränze und Christbäume mit elektrischen Lämpchen oder Kerzen gehören zum Weihnachtsfest. Hierdurch erhöht sich aber auch das Brandrisiko. Welche Ratschläge sollten befolgt werden?

Jüsgens: In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen ratsam. Diese sollten den VDE-Bestimmungen entsprechen. Bei elektrischen Lichterketten - etwa auf dem Balkon, aber auch in der Wohnung - ist darauf zu achten, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung und sollten nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen oder an einem Ort mit starker Zugluft aufgestellt werden. Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins! Daher sollten Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen gelassen werden und an Adventkränzen und Gestecken rechtzeitig gelöscht werden, bevor sie ganz heruntergebrannt sind. Denn Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und ist dann umso leichter entflammbar.

Sind Rauchmelder in jedem Fall zu empfehlen?

Jüsgens: Leider hält der Gesetzgeber eine generelle Rauchmelderpflicht nicht für angebracht. Durch gezielte Aufklärungskampagnen sind in den letzten Jahren in vielen Haushalten Rauchmelder installiert worden. Das gesteigerte Bewusstsein bei den Eltern stellen auch unsere Brandschutzerzieher in Schulen und Kindergärten fest. Auch im Würselener Stadtgebiet sind durch ausgelöste Rauchmelder bereits einige Brände in der Entstehungsphase entdeckt worden. Die vorhandenen Rauchmelder sind einmal jährlich zu kontrollieren. Dabei sollte die Batterie durch eine neue ersetzt werden. Rauchmelder eignen sich auch als praktisches Weihnachtsgeschenk. Allerdings sollte dabei auf das VdS-Prüfzeichen geachtet werden.

Und wenn der Weihnachtsbaum doch Feuer fängt?

Jüsgens: Ein entzündeter Weihnachtsbaum kann sich innerhalb sehr weniger Sekunden zu einem Zimmerbrand entwickeln. Daher sollte das Zimmer beziehungsweise die Wohnung unverzüglich verlassen werden, dabei sind die Zimmertüren zu schließen und die Feuerwehr über die Notruf-Nummer 112 zu alarmieren. Von eigenen Löschversuchen ist abzuraten. In bereits verrauchten Bereichen sollte man sich am Boden bewegen. Aufzüge sind im Brandfall nicht zu benutzen. Wenn die Fluchtwege durch Feuer oder Rauch bereits versperrt sind, sollte man sich den Feuerwehrleuten am Fenster bemerkbar machen.
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