Brasilien spielt gegen Mariadorf

Von: phb
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Ein actionreiches und spannendes Fußballspiel: 1:0 gewannen die Mariadorfer gegen den 1. KFC Diadema / Sao Paolo. Foto: Philipp Baumanns

Alsdorf. Die Fans und Besucher jubelten, als pünktlich um 19 Uhr der Anpfiff zu einem ganz besonderen Fußballspiel ertönte. Denn wann sonst hat man schon die Möglichkeit, eine echte Brasilianische Fußballmannschaft auf dem heimischen Rasen zu erleben.

„1. KFC Diadema / Sao Paolo” gegen Alemannia Mariadorf hieß es am Freitag im Mariadorfer Südpark. Immerhin in der 3. Brasilianischen Liga spielt Diadema.

In einem durchweg fairen Fußballspiel zeigten die Spieler aus Sao Paolo und aus Alsdorf, wie Freundschaft auf dem Fußballplatz ohne Furcht und Vorurteile funktionieren kann.

Guido Esser (Sportfreunde Helrath) hatte die Kontakte zu der Mannschaft geknüpft, die nun bereits zum fünften Mal auf Tour durch Deutschland ist: „ Es sind Jungs aus einem sozialen Kirchenprojekt in Sao Paolo. Ziel ist es, die Kinder von der Straße zu holen. In Fußballschulen wird ihnen dann - neben dem für alle so wichtigen Fußball - eine warme Mahlzeit geboten, sowie die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Bis jetzt haben sie übrigens - bis auf das Eröffnungsspiel - noch kein Spiel verloren.”

Doch das sollte sich am Freitag ändern: Knapp, aber verdient, siegte die Alemannia mit einem 1:0.

Daheimgebliebene unterstützen

Seit einigen Wochen befinden sich 15 der jungen Brasilianer, die am „Diadema-Projekt” teilnehmen, auf einer Tour, bei der vor allem eines auf dem Tagesprogramm steht: Fußball. Ob in Fußballschulen für Kinder oder in spannenden Spielen gegen regionale Mannschaften: Es gibt keinen Tag in den fünf Reisewochen, an dem nicht der Ball die Hauptrolle spielt.

Die teuren Reisekosten haben sie sich übrigens alle selbst zusammengespart. Fast 800 Euro kostet so ein Flug - das ist schnell ein ganzes Jahresgehalt. Um so wichtiger ist es, hier in Deutschland etwas zu erreichen, was auch den vielen Daheimgebliebenen hilft: Ein tolles Fußballspiel zu zeigen, und so auf die Probleme in der Heimat hinweisen.

Wenn dabei etwas Geld zur Unterstützung der vielen Fußballschulen in Brasilien übrig bleibt und für Kinder und Jugendliche in Deutschland sportliche Highlights geboten werden, ist das Ziel erreicht.
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