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Blutespendetag: Viele Lockmittel zeigen ihre Wirkung

Von: Stefan Schaum
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Erst der Stich, und dann der Kaffee: Erstspenderin Eva Kolberg wird von Blutspendedienst-Teamleiter Matthias Rainer fachmännisch „angezapft“. Foto: Stefan Schaum
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Ihre Schwester Anna besteht indes den Vorabcheck bei Dr. Kristian Kallenbach nicht. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Ob es nun am großen Brot-Kreuz liegt, am Grillstand und dem Kuchenbuffet oder am Gratis-Thermosbecher für jeden Spender, sei mal dahingestellt. Fest steht, dass der Laden beim dritten Alsdorfer Blutspendetag in der Stadthalle schon zu Beginn richtig brummt. Nach knapp einer Stunde haben Rainer Matthias, Teamleiter beim DRK-Blutspendedienst-West, und seine Kollegen am Samstagmorgen an die 50 Leute angezapft. So viele sind es selten.

Dafür haben sich Ellen Hansen und ihre Mitstreiter des Alsdorfer DRK-Ortsvereins im Rahmen des 150. DRK-Jubiläums ins Zeug gelegt. Mit den oben genannten Lockmitteln und ein paar zusätzlichen Attraktionen wie der Hüpfburg und der Dummy-Puppe, an der Ersthilfe geübt werden kann, sollen auch die für die Spende gewonnen werden, die sonst gar nicht oder nur unregelmäßig kommen.

Der Aufwand scheint zu wirken, doch wäre er im Fall von Anna Kolberg (18 Jahre) und ihrer Schwester Eva (20) gar nicht nötig gewesen. Die beiden Erstspenderinnen hatten den Entschluss vor längerer Zeit gefasst und bis zu Annas Volljährigkeit gewartet – der frühstmöglichen Gelegenheit zur Spende. Dumm nur, dass Anna vor drei Wochen im Tattoo-Studio war. Eine hübsche Tätowierung und ein Piercing hat sie – aber keine Chance bei Dr. Kristian Kallenbach.

Der winkt beim Gesundheitscheck ab, der jeder Spende vorangeht. Denn theoretisch hätte Anna sich beim Tätowieren mit Hepatitis C infizieren können – aber das kann der Bluttest erst nach vier Wochen nachweisen. So ist sie ein paar Tage zu früh dran und muss zusehen, wie Schwester Eva auf einer der zehn Liegen im Foyer der Stadthalle Platz nimmt. Nervös ist die nicht, sondern sehr entspannt. Angst vor der Nadel? „Nein, warum?“

Womöglich ist sie sogar zu entspannt – denn das Blut fließt nur langsam in den Beutel. Zu langsam. Nach 15 Minuten müsste der voll und verschlossen sein, damit die gerinnungshemmenden Mittel in ihm funktionieren. Deshalb zieht Rainer Matthias die Nadel früher aus Evas Arm. „Wir machen heute nur die Kinderportion“, sagt er und lacht. Eva lacht auch. Die erste Spende hat sie hinter sich. „Ist doch gut gelaufen.“ Sie will wiederkommen.

Das dürfte Ellen Hansen freuen, die die Spender üppig bewirtet. Alle dürfen essen und trinken, so viel sie wollen. „Die Leute sollen erkennen: Blutspenden kann auch Spaß machen!“

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