Alsdorf - Blumenrath-Ost: Der Knoten ist geplatzt

Blumenrath-Ost: Der Knoten ist geplatzt

Von: Verena Müller
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Derzeit noch Acker: Rechts von der Euregiobahn-Strecke liegt das Areal, auf dem 60 Doppel- und Reihenhäuser sowie zwei Mehfamilienhäuser entstehen sollen, seit Jahren brach. Foto: Verena Müller

Alsdorf. Seit Jahren liegt der Bebauungsplan fertig in der Schublade des Bauamts der Stadt Alsdorf. Jetzt ist der Knoten in Blumenrath-Ost geplatzt: Alle Beteiligten haben sich geeinigt. Die Lücke im Wohngebiet kann geschlossen werden.

Der Investor hat alle erforderlichen Grundstücke zwischen der Euregiobahn-Strecke, Poststraße und Pestalozzistraße von privat erworben. Damit konnte ein kompliziertes Verfahren, bei dem Flurstücke hätten neu zugeschnitten und getauscht werden müssen, umgangen werden.

Die Technische Beigeordnete der Stadt Alsdorf, Susanne Lo Cicero-Marenberg, äußerte sich einigermaßen erleichtert, dass dieser Weg – eine sogenannte Umlegung – allen erspart geblieben ist. Er hätte nicht nur einen hohen verwaltungstechnischen Aufwand bedeutet, sondern auch, dass sich die Privateigentümer unter Umständen finanziell schlechter gestellt hätten als bei einem direkten Verkauf an den Investor.

Der jüngste Stadtentwicklungsausschuss hat nun zugestimmt, dass der Investor das Areal erschließen darf. Wenn die Beurkundung des Erschließungsvertrags vorliegt (damit wird bis Ende des Jahres gerechnet), könnte im Frühjahr mit den Bauarbeiten begonnen werden – sprich Straßen, Kanal und die übrige Infrastruktur geschaffen werden. Die ersten Häuser könnten dann Beginn 2019 stehen.

Die Dornieden-Gruppe – ein seit mehr als 100 Jahre altes Familienunternehmen mit Sitz in Mönchengladbach – will auf dem Areal insgesamt fast 20 Millionen Euro investieren. Ein Teil wird über die Vista Reihenhaus GmbH realisiert, ein Teil über die Fairhome GmbH. Beide sind Mitglieder Unternehmensgruppe. „Wir ermöglichen mit unserem Produktmix, dass Familien sich in Alsdorf generationenübergreifend ein auf ihre Bedürfnisse maßgeschneidertes Domizil leisten können“, sagt Geschäftsführer Martin Dornieden auf Nachfrage unserer Zeitung.

Die Vista will 60 Doppel- und Reihenhäuser mit Wohnflächen zwischen 110 und 129 Quadratmetern bauen. Investitionssumme: zwölf bis 13 Millionen Euro. Das eine Modell umfasst drei Zimmer, Küche, Bad, Gäste-WC und Dachstudio, das andere ein Zimmer mehr. Das seit 2008 bestehende Unternehmen hat seinen Schwerpunkt im Rheinland und im Ruhrgebiet.

Die Fairhome will zwei Mehrfamilienhäuser mit 44 Eigentumswohnungen und Wohnflächen zwischen 45 und 96 Quadratmetern hochziehen. Hier sind auch Tiefgaragen vorgesehen. Investiert werden sollen hier rund 6,8 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Herbst 2019 vorgesehen.

Die Energieversorgung soll über ein Blockheizkraftwerk erfolgen, die Vista-Häuser sind laut Bauträger förderungsfähig. Für das Regenwasser der Straßen und Dächer ist ein zentrales Regenversickerungsbecken geplant, für das die Städteregion noch grünes Licht geben muss.

Angebunden ist die Fläche über die Bushaltestelle an der Poststraße und die Euregiobahn-Haltestelle. Was den Autoverkehr anbelangt, soll die Pestalozzistraße über die breite Straße entlang der Bahnlinie entlastet werden.

Ein Teil der noch landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche ist ausgeklammert – nämlich der, der wie ein Riegel an der Poststraße liegt (in der Grafik weiß belassen). Es gehört, wie die Stadtverwaltung erläuterte, der katholischen Kirche und soll wohl nicht veräußert werden. Hier sind Mehrfamilienhäuser geplant, so dass am Ende die gesamte Lücke in der Wohnbebauung von Blumenrath-Ost geschlossen werden kann.

Ausgenommen ist außerdem eine Parzelle für einen Park-and-Ride-Parkplatz, die sich ursprünglich auch in Kirchenbesitz befand. Durch einen Tausch ist die Stadt Alsdorf nun Eigentümerin. Die Stadt will – das ist der Hintergrund – allen Euregiobahn-Haltestellen eine solche Anbindung geben. Der Förderantrag ist laut Susanne Lo Cicero-Marenberg bereits gestellt, die Bewilligung steht noch aus.

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