Würselen - „Blüten des Barock“ in Würselen serviert

„Blüten des Barock“ in Würselen serviert

Von: ehg
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Feine Harmonie Delyara Schroeder und Hans-Günter Leuchter begeisterten bei ihrem Auftritt. Foto: Sevenich

Würselen. Mit dem Konzert „Blüten des Barock“ erlebte eine stattliche Anzahl von Musikfreunden in der kleinen evangelischen Kirche in Vorweiden einen außergewöhnlichen musikalischen Genuss. Serviert wurde er ihnen von der Sopranistin und Violinistin Delyara Schroeder und dem Kammerpianisten Hans-Günter Leuchter.

Dabei kamen neben den großen deutschen Komponisten der Musikepoche auch italienische zu „Wort“. Ein facettenreicher Bogen wurde von Giulio Caccini bis hin zu Reinhard Keiser gespannt.

Eröffnet wurde das eindrucksvolle Barock-Konzert durch das einfühlsame Madrigal „Amarilli mia bella“ des italienischen Tonmeisters Caccini. Die beiden virtuosen Musiker stießen mit diesem Werk die Tür weit auf für ein musikalisches Erlebnis. Eine atemlose Stille im Publikum begleitete diese Eröffnung. Weiter ging es im abwechslungsreichen Programm mit zwei Arien, einmal mit der des Paris aus der Oper „Paris und Helena“ von Christoph Willibald Gluck und zum anderen mit der „Morgana“ aus der Oper „Alcina“ von Georg Friedrich Händel.

Die Sopranistin brillierte stilsicher durch eine präzise Tongebung. Sodann trat ebenso brillant der Pianist solistisch in Erscheinung. Er beglückte seine Zuhörer mit dem barocken Ohrwurm „Air“, aus der Feder von Johann Sebastian Bach, schlichtweg ein musikalischer Leckerbissen für die Ewigkeit.

Kunstlied von Scarlatti

Mit dem Kunstlied „Se Florinada è Fedele“ aus der Suite Nr. 3 D-Dur von Alessandro Scarlatti meldete sich die Koloratur-Sopranistin Delyara Schroeder stimmlich fein disponiert zurück. Nicht minder überzeugte sie mit der Arie der „Ceopatra“ aus Händels Oper „Julius Cäsar“. In den zahlreichen Koloraturen stellte die Sängerin ihre stimmliche Bandbereite an Ausdrucksfähigkeit unter Beweis, mit dem routinierten und verlässlichen Partner an ihrer Seite.

Als weitere Bereicherung des Programms und als Kontrast dann der „Canon“ in D-Dur von Johann Pachebel, einem weiteren deutschen Komponisten des Barock, auf der Violine. Zwei weitere Arien schlossen sich an, einmal „Aus Liebe will mein Heiland sterben“ aus der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach und zum anderen „Rejoice greatley“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Händel. Auch bei diesen Werken beeindruckte die Sopranistin mit ihrer stimmlichen Strahlkraft und ihr Partner am Klavier durch Präzision und Sicherheit.

Mit Bachs „Adagio“ aus dem ursprünglich von Marcello für Oboe geschriebenen Konzert d-moll und Reinhard Keisers „Lasciami piangere“ setzten die beiden engagierten Musiker den Schlusspunkt. Ob der Begeisterung, die sie bei den Konzertbesuchern ausgelöst hatten, kamen sie um eine Zugabe nicht herum – die sie bereitwillig gewährten.

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