Alsdorf - „Bläck Fööss”: Mischung aus alten Hits und neuen Liedern

„Bläck Fööss”: Mischung aus alten Hits und neuen Liedern

Von: Elisa Zander
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Wie ein „Heimspiel”: Nicht
Wie ein „Heimspiel”: Nicht „En dr Kaffeebud”, sondern in der Stadthalle feierten die Bläck Fööss ein gelungenes Konzert zum 9 x 11-jährigen Jubiläum des Festkomitees Alsdorfer Karneval. Foto: Elisa Zander

Alsdorf. Bei einem besonderen Geburtstag ist es üblich, das herausragende Ereignis mit entsprechenden Aktionen zu feiern. Das kann eine Urlaubsreise, eine große Torte oder eine Party mit ausgewählten Gästen sein.

Letztere hatte sich das Festkomitee Alsdorfer Karneval eingeladen: Zum 9 x 11-jährigen Jubiläum konzertierten die „Bläck Fööss” in der Alsdorfer Stadthalle und bescherten dem Komitee und den vielen Besuchern so einen krönenden Abschluss des Jubiläumsjahres.

Eine „Mischung aus alten Hits und neuen Liedern” versprach die siebenköpfige Band zu Anfang und sollte die vielen Fans nicht enttäuschen. Seit über vier Jahrzehnten zählen die „Bläck Fööss” zu den erfolgreichsten Musikern in ganz Deutschland und können mehr als „nur Karneval”: Sie singen Lieder, die das Leben und den Alltag umfassen.

Beides findet bekanntlich nicht nur zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch statt. Was nicht heißt, dass ein Konzert mit Kafi Biermann, Ralph Gusovius, Günther „Bömmel” Lückerath, Hartmut Priess, Erry Stoklosa, Peter Schütten und Andreas Wegener einfältig wäre, im Gegenteil. Ohne Pause wird geschunkelt, getanzt und geklatscht - und alle durchleben eine Reise durch 40 Jahre Kölsche Musik.

Die Band erzählt von „Ming eetste Fründin”, „Anita” und dem aufregendem Nachmittag im „Roxy”, dem Kino, in dem, „wenn et Leech usjing, die Mädche un die Junge, soße, loge eng ömschlunge, hingen en dr letzte Reih”. Sie singen von „Moni”, die geweint hat, und „Urlaub op däm Buurehoff, wo man morgens riecht, „wie ovends et Schnitzel schmeck”. Das Publikum tanzt zu „Sirtaki” und beim „Schötzefess” und freut sich, als es hört: „Es gibt ein Leben nach dem Tod”.

Tanzen auf den Rängen

Die Stimmung in der Stadthalle könnte besser nicht sein. Auf den Rängen und im Saal tanzen die Menschen, liegen sich in den Armen. Dabei fällt auf, dass sie zwar gerne auch den neueren Liederzeugnissen der Band lauschen. Aber das, was die meisten hören wollen, sind die Klassiker. Der Vorteil ist: Davon gibt es bei den Bläck Fööss unzählige. Ob nun die „Kaffeebud”, etwas melanchonischer „En unserem Veedel” oder südländisch Merengue-tanzbar „Am Bickendorfer Büdche”.

„Ein unwahrscheinlich toller Abend”, ruft Marlene Schulz und schnappt sich ihre Freundin Anja Hermann, um dann mit ihr über das Parkett zu schwofen. Sie hatten sich die Karten gegenseitig zum Geburtstag geschenkt und folgen nun gerne der Aufforderung von Peter Schütten, die da heißt: „Drenk doch ene mit”. Nach zwei Stunden Konzert und vier Zugaben verabschieden sich die Musiker zwar nicht auf nackten Füßen, aber dennoch von der Bühne.

Langer Applaus, strahlende Gesichter und zufriedene Mitglieder des Festkomitees Alsdorfer Karneval prägen den Eindruck. Nur ein Fan sieht etwas unglücklich aus, hatte er doch vergebens mit Ankündigungsplakat und gezücktem Edding auf einige Autogramme gehofft. „Ein Versuch war es wert”, sagt er und zuckt mit den Schultern. „Dann eben beim nächsten Konzert.” Denn wie heißt es in „Bye, bye my love” so schön: „Mach et jot, bes zom nächste Mol”.
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