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Bildungswegeplanung: Integrationsrat und Emir-Sultan-Moschee informieren

Von: phb
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Erläuterte das Schulsystem: Kadir Daglar, Vorstandsvorsitzender der Föderation Türkischer Elternvereine, gab Tipps. Foto: Philipp Baumanns

Herzogenrath. Viele Eltern kennen das Problem: Nicht immer ist der Schulweg der Sprösslinge leicht, nicht immer läuft beim Erwachsenwerden alles wie geschmiert. Fragen, die sich Eltern stellen, sind oft die gleichen: Wie suche ich die richtige Schule aus?

Oder: Wie kann ich meinem Kind bei schlechten Noten helfen? Was tun bei Streit mit Klassenkameraden? Probleme, die mit Hilfe der Lehrer gelöst werden könnten. Doch Menschen mit Migrationshintergrund tun sich hier mitunter schwer. Bereits nach den Grundschuljahren kommt es bei vielen zu Entscheidungsschwierigkeiten.

Ob Haupt-, Real-, Gesamtschule oder Gymnasium: Das deutsche Schulsystem - schon für Muttersprachler nicht immer leicht verständlich -Êstellt viele vor Probleme. Gesetzes- und Informationstexte sind kompliziert verfasst. Nicht immer wird bei Elternabenden auf Sprachbarrieren ausreichend eingegangen. Viele fühlen sich daher alleine gelassen. Um Probleme wie diese aus dem Weg zu räumen, hatte die Emir-Sultan Moschee und der Herzogenrather Integrationsrat zu einer Bildungskonferenz im Zeichen der Integration geladen.

Referent war Kadir Daglar, Vorstandsvorsitzender der Föderation Türkischer Elternvereine in NRW. Er erläuterte Details des deutschen Schulsystems - wo nötig auf Türkisch: „Gerade jetzt, wo Anmeldungen für die weiterführenden Schulen laufen, müssen wir helfen. Ohne Unterstützung des Elternhauses kann ein Kind seine Schullaufbahn nicht erfolgreich abschließen. Wir wollen den Eltern Wege zeigen, wie sie ihre Kinder zeitgemäß durch den Schulalltag begleiten können.”

In seinem Vortrag „Bildungswegeplanung” wies Daglar vor allem auf eines hin: „Die Eltern müssen mit den Schulen zusammenarbeiten, wo es nur geht. Das funktioniert nur, wenn man sein Gegenüber als gleichberechtigten Partner sieht und mit ihm an einem Strang zieht.” Wie sehr er sich der Sache verbunden fühlt, machte er immer wieder deutlich, wenn er von „unserem deutschen Schulsystem” spricht. Daglar erläuterte, was es mit den Kopfnoten auf sich hat, wie man die richtige Schulform findet und beantwortete gerne die Fragen der rund 40 interessierten Besucher.

Er möchte die Eltern sensibilisieren, ihnen helfen, sich im deutschen Schuldschungel besser zurecht zu finden, damit der Schulweg nicht zum Irrweg wird.
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