Würselen - Bewegender Abschied für Kaplan Huu Duc Tran

Bewegender Abschied für Kaplan Huu Duc Tran

Von: ehg
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Vor allem die Jugend bereitete ihm einen großen Abschied: Kaplan Franz Xaver Huu Duc Tran. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. War das eine Verabschiedung für Kaplan Huu Duc Tran, der nach zehn Jahren seelsorgerischer Tätigkeit vor allem im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit Würselen verlässt.

Geleitet von Pfarrer Reiner Gattys und Diakon Michael Lang hielt er mit - sage und schreibe - 110 Messdienern und nicht viel weniger Sternsingern aus der ehemaligen GdG Würselen sowie Pfadfindern Einzug in die Pfarrkirche. Dem unvergesslichen Gottesdienst wohnten auch - die St.-Sebastianus-Schützen mit einer Fahnenabordnung am Altar - Repräsentanten der Schützenbruderschaften bei. Der Pfarrer in spe stellte die Messe unter den Leitgedanken „Wir sind in Gottes Hand”. Musikalisch wurde die Feier von der Schola St. Sebastian unter Leitung von Ulrike Botzet untermalt.

In seiner Predigt erzählte Huu Duc Tran die Geschichte von Daniel, der in Babylon lebte, wo der König uneingeschränkte Macht ausübte. Er stellte klar: „Wer vor Gott auf die Knie geht, braucht vor keiner anderen Macht der Welt in die Knie zu gehen.” Wer Gott vertraue, brauche sich nicht selbst zum Gott zu machen. Im Vertrauen auf Gott dürfe der Mensch Mensch bleiben.

Am Beispiel der Sternsinger, die sich angesichts der gesammelten 20.000 Euro einen Sonderapplaus verdient hatten, veranschaulichte er: „Wer sich auf andere Menschen einlässt, der überwindet seine eigenen Grenzen.” Er hoffe und wünsche sich, dass auch künftig in Würselen Menschen für Kinder und Jugendliche da sind, „die mit ihnen neue Räume erschließen”.

Beifallsbekundungen für die engagierte Arbeit, die Kaplan Huu Duc Tran geleistet hat, gab es zum Schluss des Gottesdienstes, wie sie der „Dom” bisher wohl noch nicht erlebt hatte. Stellvertretend für die Gremien der GdG sprach Pfarrer Gattys dem scheidenden Kollegen Dank und Anerkennung aus.

Den Ende des Jahres verabschiedeten Pfarrer Heinz-Josef Lambertz eingeschlossen, konstatierte er: „Wir waren das einzige Triumvirat der Neuzeit, bei dem die beiden anderen nicht auf der Strecke geblieben sind.” Zur Erinnerung an die Würselener Zeit machte er Tran ein Fotoalbum zum Geschenk, in dem sich alle GdG-Gruppierungen verewigt haben. Außerdem bereitete er ihm mit einer Spiegelreflex-Kamera eine Freude. Die Messdiener schenkten ihrem „Duc” ein Gewand mit ihren Unterschriften.

Ihr Sprecher: „Du warst eine große Bereicherung für unsere Pfarre!” Die Pfadfinder und andere Gruppen schlossen sich dem Dank an. Dem Scheidenden, der im Gottesdienst noch in seiner ihm eigenen Spontaneität für den einen oder anderen Lacher gut war, fehlten vor Ergriffenheit die Worte. Auch ein Tränchen konnte er sich nicht verdrücken: „Ich werde Euch und Sie vermissen. Doch das Leben geht weiter.”

Durch ein mit Luftballons gebildetes Spalier führte sein Weg ins Pfarrheim, wo weitere Überraschungen von Kindern, Jugendlichen und den Fahnenschwenkern auf ihn warteten. Der Saal platzte aus allen Nähten, so groß war die Zahl der Gäste, die ihm ein letztes Mal die Hand drücken wollten - ein weiteres Indiz dafür, wie beliebt der in Vietnam geborene Kaplan, der in Stolberg zur Schule ging, in seiner zweiten Heimat Würselen war.
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