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Bestseller-Autor Axel Petermann: Als Profiler auf der Spur der Mörder

Von: Meike Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Jedes Detail zählt: Axel Petermann kennt viele Tatorte. Foto: M. Hahn

Herzogenrath. Man kennt sie aus den Krimis: die Profiler. Spezialisten, die zur Aufklärung eines Tötungsdelikts ein Profil des Täters erstellen und ihn so letztlich überführen können. Aber wie arbeitet ein Profiler wirklich? Das konnten Interessierte in der Stadtbücherei Herzogenrath erfahren. Dort war auf Einladung des Vereins „Pro Stadtbücherei“ der Bestsellerautor Axel Petermann zu Gast.

Der Bremer arbeitet seit 1975 bei der Kriminalpolizei und hat seit 1980 mehr als 1500 Todesfälle bearbeitet. In seinen Büchern „Auf der Spur des Bösen“ und „Im Angesicht des Bösen“, aus denen er am Abend vorlas, hat er einige spannende Fälle festgehalten. Ende der 1990er Jahre begann er sich für die fallanalytischen Verfahren zu interessieren. Bei der „Operativen Fallanalyse“ gehe es um die Rekonstruktion von Verbrechen an Hand von Informationen die der Tatort liefert, erklärte er seinen Zuhörern in Roda. Heute ist Axel Petermann Chef der gleichnamigen Abteilung bei der Bremer Kriminalpolizei.

Petermann erzählt in seinen Büchern keine Geschichten, sondern schreibt seine eigenen Erlebnisse im beruflichen Alltag auf. „Neben den Untersuchungen am Tatort und den Gesprächen mit Mördern oder Angehörigen der Opfer verbringt ein Profiler auch viel Zeit am Schreibtisch“, sagte er. „Dort liest er Studien und recherchiert in Akten, die andere Kollegen angelegt haben.“ Seit 2000 ist er ständiger Berater für die Bremer „Tatort“- Folgen und lehrt an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung das Fach Kriminalistik. „Das erste Buch war eigentlich als Sachbuch geplant für meine Studenten“, erinnerte sich Petermann. Doch daraus wurden gleich zwei Sammlungen, die es beide zu Bestsellern brachten. „Ich habe erst beim Schreiben selbst gemerkt, wie sehr es auch eine Form der Verarbeitung ist. Da bin ich nicht anders als alle anderen Menschen – denn über Erlebnisse zu sprechen macht sie besser ertragbar“, gab Axel Petermann zu.

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