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„Berufsportfolio” soll Schüler fit machen

Von: Stefan Klassen
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Die Zukunft im Blick: Mit dem
Die Zukunft im Blick: Mit dem neuen „Berufsportfolio” wollen Oberstudiendirektor Wilhelm Merschen (Mitte), Projektkoordinator Andreas Haupts (r.) und Alfred Maas, Berufsberatungsexperte der Arbeitsagentur, den Gymnasiasten die Berufsfindung erleichern. Foto: Stefan Klassen

Baesweiler. „Das Gymnasium steht in der Pflicht, die Schüler auf den Beruf vorzubereiten.” Für den Baesweiler Oberstudiendirektor Wilhelm Merschen ist die Marschrichtung klar: Nur diejenigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Hintergrundwissen und bereits etwas Erfahrung besitzen, gehen gut gerüstet in das Leben nach der Mittleren Reife oder dem Abitur.

Deshalb beschreitet das Städtische Gymnasium in der Berufsvorbereitung ab sofort neue Wege - und zwar mit einem sogenannten „Berufsportfolio”.

Den Anfang machen die Schülerinnen und Schüler der Stufe 9. Die stehen nämlich vor enorm wichtigen Fragen: Gehe ich nach der 10 ab? Mache ich eine Ausbildung oder Abi? Wäre ein Studium etwas für mich? Antworten darauf sollen die Baesweiler Gymnasiasten künftig suchen und auch finden. Gesammelt werden sie im „Berufsportfolio”, das in Gestalt eines Aktenordners daherkommt. Noch befinden sich darin etwa 30 DIN A4-Seiten mit Informationen, Anleitungen, Weblinks und leeren Listen oder Berichtsbögen. Letztere werden sich aber in den kommenden Jahren bis zum Abitur sukzessive füllen, wie Andreas Haupts zusammen mit Herbert Fresenius Projektkoordinator am Gymnasium, erklärt.

Praxisnahes Training

In dieser Zeit müssen die Gymnasiasten mehrere verpflichtende sowie freiwillige Aktivitäten nachweisen, die sich rund um das Thema Beruf drehen. In Stufe 9 sind dies beispielsweise mindestens sieben Punkte auf der „To-Do-Liste”. Dabei ist die Auswahl groß: Die Gymnasiasten können etwa an Berufs-AGs teilnehmen oder ein Förderplangespräch mit Herbert Fresenius führen, sie müssen im Deutschunterricht ein Bewerbungsschreiben verfassen und auch ein Bewerbungstraining machen. Unterstützt wird das Gymnasium dabei vom Übach-Palenberger Maschinenbauunternehmen Neumann und Esser. Andreas Haupts: „Die machen das Bewerbungstraining ganz praxisnah.”

Außerdem können die Teilnahme an Wettbewerben zur Berufsorientierung oder Praktika dem „Berufsportfolio” beigefügt werden. „Zudem werden die Schüler angehalten, eine Selbstreflektion zu machen, sich also selbst einzuschätzen”, betont Haupts. „Wir wollen bei den Jugendlichen einen Prozess initiieren, der systematisch aufeinander aufbaut, und sie auf diesem individuellen Weg stets begleiten.” Als „Belohnung” für das zukunftsträchtige Engagement gibt es dann nicht nur einen positiven Berufsvorbereitungs-Vermerk auf dem Zeugnis, sondern auch bessere Chancen etwa bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, wie Alfred Maas, Berufsberatungsexperte der Arbeitsagentur Aachen, glaubt. Die Behörde begleite das Projekt „Berufsportfolio” als Partner mit großem Wohlwollen, sagt er.

Schulleiter Wilhelm Merschen ist sich sicher, dass mit Hilfe des Projekts auch die Blicke der Schüler bei der Wahl der Leistungskurse in der Oberstufe geschärft werden - ein für den weiteren akademischen oder beruflichen Werdegang wichtiges Kriterium. Am Freitag, 30. September, werden der Oberstudiendirektor, sein Team und die Projektpartner das „Berufsportfolio” den Schülern der Stufe 9 erstmals offiziell vorstellen.
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