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Bertchen Schwartz überlässt Original des Heimatlieds der Stadt

Von: ehg
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Beitrag zur Stadtgeschichte: Bertchen Schwartz (3.v.r.) überreichten Bürgermeister Werner Breuer den Nachlas ihres Mannes Friedel Schwartz, der die Noten und Texte an Heinz-Josef Küppers (2.v.r.), den Leiter des Stadtarchivs, weiter gab. Foto: W. Sevenich

Würselen. Nicht nur die Karnevalshochburg Köln hat ihre „Kulturbonbönchen”, auch die kleine Düvelstadt. Eines davon ist der Nachlass des Gesangsduos Friedel Schwartz und Jupp Peters, das in den 50er Jahren schon große Erfolge mit seinen Liedern auf rheinischen und auch westfälischen Bühnen feierte.

So im Jahre 1953 mit seinem Erfolgshit „Wie kannst Du wissen, was Liebe ist”, vor 18000 Menschen in der ausverkauften Westfalenhalle in Dortmund.

Seine Lieder gingen damals schon über die Antennen des Nordwestdeutschen Rundfunks in Köln. Dass dieses Kulturgut erhalten bleibt, darum sorgte sich unlängst Bürgermeister Werner Breuer.

In seinem Bemühen, den Nachlass des Duos ins Stadtarchiv zu überführen, fand er beim KWK-Ehrenvorsitzenden Hubert Pütz sowie bei den Alt-Karnevalisten Franz-Jupp Esser und Theo Kogel ein offenes Ohr.

Auf dem Konsulenabend des Komitees Würselener Karneval überreichten Witwe Bertchen Schwartz und Jupp Peters die Original-Text- und Notenblätter des Heimatliedes „Dat es mie Wöschele” symbolisch an den Bürgermeister und damit zu treuen Händen an den Stadtarchivar Heinz-Josef Küppers.

Wie es dazu kam, dass ein wertvolles Kulturgut ins Stadtarchiv überführt werden konnte, erzählte KWK-Ehrenpräsident Hubert Pütz in bewegten und bewegenden Worten den Konsulinnen und Konsulen. Heinz-Josef Küppers, der Leiter des Kulturarchivs der Stadt, skizzierte in platten und hochdeutschen Worten lebendig die Erfolgsgeschichte des unvergessenen Gesangsduos, das 1948 mit „Bei os do es en Mus em Hus” ihren ersten Titel herausbrachte.

1953 erfolgte der große Durchbruch mit „Wie kannst Du wissen, was Liebe ist.” Bis 1956 stammten die Texte aus der Feder von Jupp Peters, der sich dann aus gesundheitlichen Gründen von der Bühne zurückziehen musste.

Von da an schrieb Friedel Schwartz für die von ihm in Noten gesetzten Lieder die Texte selbst. Auch in den nachfolgenden Jahren war er bei seinen Soloauftritten ein gefeierter Karnevalssänger. Ständig zu Gast war er beim renommierten Aachener Karnevalsverein.

So kam es auch, dass er 1961 erst das Aachener Heimatlied schrieb. Viele Ehrungen wurden dem Heimatsänger Friedel Schwartz - auch liebevoll „Ostermann der Düvelstadt” genannt - zuteil.

Die Krönung war die Verleihung des „Närrischen Grenzlandschildes” durch die Karnevalsgesellschaft „Au Ülle” im Jahre 1984. Küppers„ Fazit: „Ohne die Liedchen von Friedel Schwartz und Jupp Peters wäre Würselen ein ganzes Stück ärmer.”

Im Stadtarchiv ist der Nachlass des Gesangsduos allen Interessierten zugänglich. Die Ex-Bänkelsänger Franz-Jupp Esser und Theo Kogel stimmten zu seiner Ehre das Heimatlied an, wobei viele alte Orts- und Flurbezeichnungen am geistigen Auge vorbeizogen. Ein kleines Tränchen im Augenwinkel von betagteren Närrinnen und Narren war nicht zu übersehen.
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