Alsdorf - Belange der Behinderten in Alsdorf berücksichtigen

Belange der Behinderten in Alsdorf berücksichtigen

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Voller Tatendrang: Vorsitzender Jürgen Müller (vorne) und sein Stellvertreter Josef Pagen wollen mit Gleichgesinnten im Behinderten-Stadtverband Alsdorf verstärkt aktiv werden. Foto: Stüber

Alsdorf. Hätten Sie das gedacht? 13 Prozent der Alsdorfer sind behindert und haben mehr oder weniger mit den An- und Herausforderungen des Alltags in ihrer Stadt zu kämpfen. Das sagt Jürgen Müller.

Er sagt auch, dass die Stadt und die Geschäftswelt darauf Rücksicht nehmen sollten - nicht nur mit Blick auf die Betroffenen, sondern auch unter Berücksichtigung der damit verbundenen Kaufkraft. Müller meint das nicht drohend, sondern erklärend mit Blick auf die Chancen, die Geschäften vergeben, die nicht barrierefrei sind und Menschen mit Handicap nicht im wahrsten Sinne des Wortes entgegenkommen.

Er lobt ausdrücklich, dass bereits viele Geschäfte in Alsdorf auf Bedürfnisse Behinderter Rücksicht nehmen - aber das ist noch deutlich ausbaubar. „Es muss ja nicht immer ein teurer Umbau sein, oft hilft schon eine Kleinigkeit”, sagt er. So würde zum Beispiel schon das Anbringen einer Klingel in einer für Rollstuhlfahrer angemessenen Höhe seitlich einer Treppe helfen. Auf diese Weise würde ein Behinderter die Angestellten im Laden darauf aufmerksam machen können, dass er Hilfe benötigt, um die Barriere zu überwinden.

Müller weiß, wovon er redet. Nach einem schweren Zuckerschock wurde ihm ein Bein amputiert. Das war im Jahre 2003. Rollstuhlfahrer Müller gibt aber nicht auf, sondern meistert sein Schicksal, indem er sich zu seiner Behinderung bekennt und sich um andere Behinderte kümmert.

Er ist bereits länger Vorsitzender des Behindertenbeirates der Stadt Alsdorf. Aber das reicht nach seiner Auffassung nicht, um die Belange der Betroffenen hinreichend zu vertreten. Denn dieser Einrichtung der Stadt Alsdorf, auch mit Mandatsträgern bestückt, sind Möglichkeiten eines eingetragenen und gemeinnützigen Vereins versagt. Dazu gehört zum Beispiel, Spenden zu sammeln, sagt Müller.

Deshalb hat Müller nach Rücktritt von Heinz Krasznia für das vakante Amt des Vorsitzenden des Behinderten-Stadtverbandes Alsdorf kandidiert und wurde - wie auch seine Vorstandskollegen bei der letzten Mitgliederversammlung im November zum Vorsitzenden gewählt. Zur Seite steht ihm sein Stellvertreter Josef Pagen und sorgt für Kontinuität in der Arbeit des Behinderten-Stadtverbandes, der im Jahre 2000 gegründet wurde.

Kompletter Vorstand des Behinderten-Stadtverband Alsdorf

1. Vorsitzender Jürgen Müller, 2. Vorsitzender Josef Pagen, Kassiererin Mia Gerlach, 1. Geschäftsführerin Karin Voßel, 2. Geschäftsführer Andreas Dittrich, Beisitzer Margot Leitz-Jarosch und Franz-Josef Gerke, Kassenprüferinnen Lily Hecht und Karin Bettgen

Kontaktaufnahme

Jürgen Müller, Telefon 02404/62079 oder per Mail juergen@mueller-ac.de
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