Beim Experimentieren und Ausprobieren lernen

Von: Lucia Barbier
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„Was schwimmt und was nicht?
„Was schwimmt und was nicht?” Das war eines der Themen, zu denen die Kinder am Nachmittag der Zertifizierung forschen durften. Foto: Lucia Barbier

Baesweiler. „Mir macht das Spaß, weil es so spannend ist, Sachen zu erforschen.”, sagt Philip Pokrajac (5). Er besucht den DRK-Kindergarten „Pusteblume” in Setterich. Dieser hat das Zertifikat „Haus der kleinen Forscher” von Claudia Fockenberg, DRK Landesverband, überreicht bekommen.

Die Auszeichnung geht auf eine Initiative der Helmholtz-Gemeinschaft, von McKinsey, der Siemens AG und der Dietmar Hopp Stiftung zurück. Naturwissenschaften, Mathematik und Technik sollen im Alltag für Kinder erlebbar und erklärbar werden. Um das Zertifikat zu erhalten, muss ein Projekt für etwa ein Jahr in der jeweiligen Einrichtung durchgeführt und dokumentiert werden.

Hier wählten die zuständigen Erzieherinnen Sabine Mingers und Anne-Marie Schäfer das Thema „Wetter” und führten mit den Kindern verschiedene Experimente, passend zu den Jahreszeiten durch. Leiterin Agnes Pfeiffer erinnert sich: „Im Winter hatten wir den Schwerpunkt Schnee und haben daher auch Schnee nach innen geholt. Es war faszinierend zu sehen, wie die Kinder reagierten, als sie merkten, dass der Schnee bei Wärme schmilzt.” Den Erzieherinnen ist vor allem aufgefallen, dass das Forschen auch den Zusammenhalt und die Kommunikation zwischen den Kindern stärkt.

Mingers betonte, dass es wichtig sei, sich weitestgehend aus den „Forscherarbeiten” der Kinder herauszuhalten und ihnen die Möglichkeit zu geben, selber zu einem Ergebnis zu kommen. „Sicherlich muss man manchmal ein klein wenig in die ein oder andere Richtung lenken. Aber es ist besonders wichtig den Kindern zu zeigen, dass es hier kein richtig oder falsch gibt.”

Pfeiffer erklärte: „Die Zertifikatsübergabe bedeutet viel für unser Familienzentrum, da die Eltern nun auch sehen können, was schon im frühen Kindesalter den Kindern für Bildung vermittelt wird. Denn nicht erst seit Anfang des Projekts wird in Kitas die Neugier der Kinder gefördert.”

Claudia Fockenberg sieht das Besondere dieser Initiative darin, dass die Kinder Beobachtungserfahrungen machen und selber Ideen entwickeln können, die sie dann durch Experimentieren, überprüfen. Sie betont: „Der Schwerpunkt liegt auf dem Lernen durch Erfahrung, was meiner Meinung nach nachhaltiger ist.”

Die Erzieherinnen hoffen, dass, die mit der Zertifizierung zusammenhängende Vorschularbeit, von Unternehmen anerkannt und finanziell unterstützt wird. 130 DRK-Kitas in NRW beteiligen sich zurzeit an der Initiative. Es besteht die Überlegung, diese Art von Hypothesenbildung auch in Schulen fortzusetzen.
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