Bei Wohn- und Pflegeheim an der Alsdorfer Stadthalle wird Tempo gemacht

Von: Stefan Schaum
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Nur eine kurze Buddelei: Für das Foto posieren Bürgermeister Alfred Sonders (vorne rechts), Bauherr Stefan Hammerich (Mitte) und Pflegeheimbetreiber Raoul Pöhler (links). Den Rest macht der Bagger. Foto: Schaum

Alsdorf. Langer Anlauf, kurzer Endspurt – beim Bau des Wohn- und Pflegeheimes hinter der Alsdorfer Stadthalle wird jetzt Tempo gemacht. Bereits in einem Jahr soll es eröffnet werden. Dass es zügig vorangeht, wurde beim symbolischen ersten Spatenstich deutlich – denn hinter denen, die zur Schaufel griffen, hatten Bagger schon eine gewaltige Baugrube ausgehoben.

Buddeln ist die reine Freude

Für Bürgermeister Alfred Sonders war das kurze Buddeln mit dem Spaten beim Fototermin eine reine Freude. „Ich bin überglücklich, dass die vielen Probleme und Verzögerungen überwunden sind und jetzt alles läuft.“ Zwar nicht in Form eines zusätzlichen, eigenständigen Hotelbetriebes, wie er es ursprünglich gewünscht hatte, „aber als guter Kompromiss.“

Denn neben den geplanten 88 Pflegeplätzen und zehn Plätzen für Tagespflege sollen auch Räume für andere Gäste kurzzeitig mietbar sein. 25 Wohnungen sind hierbei vorgesehen. Ein Therapiezentrum soll ebenfalls ins Haus, auch ein Allgemeinmediziner mit Praxis ist gewünscht.

„Wir sind bei der Ausgestaltung flexibel“, sagte Betreiber Raoul Pöhler beim Termin, der viele Besucher – aus der Nachbarschaft um Rathaus- und Annastraße – angelockt hatte. Mit einem „Tante-Emma-Geschäft“ in Form eines DORV-Ladens, wie er in Jülich und Herzogenrath-Pannesheide zu finden ist, liebäugelt er ebenfalls.

„Wir wollen den Bewohnern die Möglichkeit der ortsnahen Versorgung bieten. Nicht jeder Senior kann oder will zu den umliegenden Discountern laufen.“ Pöhler spüre „deutlichen Rückenwind“ aus der Bevölkerung. „Ich war selten so hoffnungsvoll wie heute. Man spürt, dass die Alsdorfer dieses Projekt haben wollen.“

Rund 100 neue Arbeitsplätze sollen durch das Projekt entstehen, in das rund 12 Millionen investiert werden. Über gut 1,5 Millionen durfte sich Alsdorfs Kämmerer Michael Hafers freuen. Das Geld hatte der Verkauf des städtischen Geländes zwischen Rathaus- und Annstraße eingebracht.

Weitere Flächen sind noch zu haben. Sonders: „Das Projekt hat auch Signalwirkung für die künftige Entwicklung der Innenstadt.“Auch Bauherr Stefan Hammerich griff zum Spaten, den er aber kaum bewegte. Weil er ja weiß: Das klappt auch so. „Der Rohbau wird hier nur so aus dem Boden schießen, der steht spätestens Ende Februar.“ Die Alsdorfer können es verfolgen – der Bauzaun erlaubt nämlich den Durchblick.

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