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Behindertenbeauftragter der Stadt zieht positive Bilanz

Von: ehg
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Würselen. Seit dem 28. Oktober 2010 hat die Stadt Würselen zwei ehrenamtliche Behindertenbeauftragte, Dieter Schöner und seinen Stellvertreter Hubert Graf. Das Fazit des Berichtes, den Dieter Schöner in der Sitzung des Sozialausschusses vortrug: „Der Anfang, dass Menschen mit und ohne Behinderung ihr Würselen eine liebens- und lebenswerte Stadt nennen dürfen, ist gemacht. Es ist aber erst der Anfang!“

Insgesamt leben in Würselen 8197 behinderte Menschen, schwerbehindert sind davon 5206. 2570 Personen sind gehbehindert, 393 außergewöhnlich gehbehindert, 448 Personen hilflos und 58 blind.

Alle Menschen profitieren

Ein zentrales Ziel des Gesetzes sei es, in allen Lebensbereichen für Behinderte eine umfassende Barrierefreiheit herzustellen. Auch in Würselen werde dies angestrebt, heißt es in dem vom Sozialamt vorgelegten Bericht. „Denn Barrierefreiheit verbessert nicht nur die Situation von alten und behinderten Menschen, sondern bringt auch mehr Komfort für uns alle.“

Beraten und Informieren steht an oberster Stelle der Tätigkeiten des Behindertenbeauftragten. Für seine Arbeit stellte die Stadt ihm ein Büro im Verwaltungsgebäude auf dem Morlaixplatz zur Verfügung. Dieses teilt er sich mit dem Integrations- und dem Seniorenbeauftragten.

Mindestens zweimal in der Woche findet eine Beratung für Bürger mit und ohne Behinderung statt. Schöner: „Sie wird gut angenommen.“ Er riet, sich vorher einen Termin für ein Gespräch geben zu lassen. In den persönlichen Gesprächen gehe es meistens um Fragen des Grads der Behinderung, vor allem wollten die Ratsuchenden wissen, wie das Prozedere bei der Beantragung ist.

Nachgefragt werde aber beispielsweise auch, was mit einem behinderten Kind geschieht, wenn die Eltern nicht mehr leben. Welcher Bauträger behindertengerechte Wohnungen anzubieten habe oder noch baue, auch das interessiere. Für den Behindertenbeauftragten wäre von Vorteil, wenn er über eine Auflistung solcher Angebote verfügte, hieß es.

Der Behindertenbeauftragte trage – so Schöner – dazu bei, durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit Vorurteile und damit „Barrieren in den Köpfen“ abzubauen. Bisheriger Höhepunkt der Öffentlichkeitsarbeit sei die erste Inklusionskonferenz der Städteregion Aachen gewesen, auf der Dieter Schöner den Workshop „Barrierefreiheit und Mobilität“ leitete.

Die Konferenz verfolgte das Ziel, durch die Erarbeitung eines Inklusionsplanes zur Umsetzung der UN-Konvention die Städteregion Schritt für Schritt zu einem inklusiven Gemeinwesen zu entwickeln. Daran will Dieter Schöner auch weiterhin mitarbeiten.

Schwachstellen aufgedeckt

Im Juli 2012 wurde die Innenstadt gemeinsam mit der KoKoBe (Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsangebote für Menschen mit geistiger Behinderung) und mit behinderten Menschen, die verschiedene Handicaps aufzuweisen haben, begangen. Dabei wurden Schwachstellen auf den Geh- und Radwegen ausfindig gemacht. Es wurden Geschäftsleute angesprochen mit der Bitte, ihre Auslagen anders zu platzieren, damit Rollstuhlfahrer ungehindert weiter den Bürgersteig benutzen könnten.

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