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Beherzte Griffe zur Baumschere

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Baum gesund, Besitzer zufriede
Baum gesund, Besitzer zufrieden: Wie man fachgerecht Obstbäume beschneidet, vermittelte an und auf der Leiter Helmut Herten beispielsweise auch Nicole Snudat aus Loverich. Sie hatte keine Probleme und „nun auch keine Angst mehr, einen Baum kaputt zu schneiden”. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. „Er ist ein Profi, habe ich gehört, also wollte ich seine Meinung mitnehmen”, sagt Annelie Rednak. Helmut Herten, Vorsitzender des Obst-, Gartenbau- und Verschönerungsvereins Baesweiler, und sein Vereinskollege Gabriel Schippers aus Loverich beraten und bieten das „Schnittseminar” in jedem Frühjahr an.

Diesmal hatten sie sich zunächst mit zwei Theoriestunden beim Lovericher Gastwirt Marcel Heyman auf den Außentermin vorbereitet. Per Bildershow und Beamer schulte Helmut Herten die Hobbygärtner. Bei ihnen reihte sich auch Marlies Kleinen aus Loverich ein. „Ich habe über 30 Bäume, darunter auch einen Mammutbaum”, bemerkte sie stolz.

Bislang hat Marlies Kleinen ihre Bäume „auf gut Glück” geschnitten. Das klappte zwar, aber dennoch mochte sie nun mit dem Hertenschen Wissen an die nächste Kosmetikstunde für ihre Bäume herangehen. „Das ist doch genau wie beim Stricken”, bemerkte die Lovericherin augenzwinkernd. „Wenn ich einfach gerade rauf stricke, bekommen die Socken auch keine Form.” Bei dieser schlagfertigen Betrachtungsweise muss auch Helmut Herten breit grinsen.

Dieter Schulte, ebenfalls vom Angebot der Baesweiler Baum-Fachschneider angetan, hat auch eine Obstbaumwiese. „Jetzt möchte ich gerne wissen, was mein Opa da seinerzeit mal gepflanzt hat und wie man das fachmännisch behandeln muss.” Am „Weihersjässje”, der Weihergasse in Loverich, gehts dann in die Praxis. Und vor der drückt sich beispielsweise Nicole Snudat ganz und gar nicht: Sie schnappt sich beherzt die Baumschere, klettert auf die Leiter und lässt sich von Herten dirigieren, was wo und in welcher Länge abzuknipsen ist. Es wird gearbeitet wie in einem chirurgischen OP. „Oberarzt” Herten gibt klare und kurze Anweisungen, die Schnitttechnik sitzt sofort.

Bei einem leckeren Kürbissüppchen wird am Ende kreuz und quer gefachsimpelt. Und selbst Senior Gerhard Frösch hat noch etwas gelernt. „Ich wollte einfach nur wissen, wie es funktioniert”, geht er zufrieden nach Hause.
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