Begegnungen sind Motoren für Europa

Von: mabie
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BU: „Two Parts – One Story“ ist nicht nur das Märchen der Schüler aus dem lettischen Cesvaine und von der Realschule Würselen überschrieben, sondern auch das in Erinnerung an den Austausch auf dem Schulhof gemalte Bild. Foto: Markus Bienwald

Würselen. Zwei Wege, eine Geschichte oder international auf Englisch „Two Paths – One Story“ haben die Schüler der Städtischen Realschule Würselen und ihre Projektpartner aus dem lettischen Cesvaine ihre ganz eigene Partnerschaftsgeschichte überschrieben.

Die Schüler der achten und neunten Klassen beider Schulen feierten in Deutschland ein Wiedersehen, das mit einem Fest in der Aula der Würselener Schule endete. Dabei präsentierten sie die Ergebnisse ihres im Herbst angekündigten Märchenprojekts. Ziel ist gewesen, gemeinsam ein Märchen zu entwickeln und in zwei Sprachen vorzutragen.

Das ist mehr als geglückt, denn die in die Moderne übertragene Geschichte des Prinzen, der seine durch eine Schlaf-Printe ausgeschaltete Prinzessin zurück ins Leben ruft, sorgte für viel Applaus in der Aula. Den erfuhren auch die Lehrerinnen Jana Maas, Christine Spreher und Bianca Luttermöller, die von der lettischen Deutschlehrerin Baiba Putnina durch die perfekte Übersetzung ins Lettische unterstützt wurden.

„Vor fünf bis sechs Jahren hätte ich mir nicht träumen lassen, dass es einmal zu einem Austausch kommt“, blickte Realschulleiter Lorenz Hellmann zurück. Doch nach einem Besuch bei einer Comenius-Fortbildung hatten er und sein lettischer Kollege Didzis Baunis schnell beschlossen, dass ihre Schüler einmal aufeinandertreffen sollten. Nach einem EU-Förderbescheid über gut 22.000 Euro, die vor allem die Reisekosten während der insgesamt zweijährigen Laufzeit der Partnerschaft anfallen, abdeckt, konnte es losgehen.

„Wir sind die einzige Realschule in NRW, die an diesem bilateralen Projekt teilnehmen darf“, freut sich Hellmann. Und schon der Besuch in Lettland im Herbst habe gezeigt, dass Begegnung ein Motor des europäischen Gedankens sei. „Europa soll zusammenwachsen, das ist der Sinn dieses Programms“, schloss Hellmann. „Junge Menschen gehen aufeinander zu und haben die Chance, sich unvoreingenommen zu begegnen“, lobte auch Würselens Bürgermeister Arno Nelles das Projekt. Schulleiter Didzis Baunis aus Lettland freute sich über viele positive Dinge, die durch die internationale Begegnung möglich seien. „Das beste Ergebnis ist, dass wir gelernt haben, zusammenzuarbeiten“, schloss er.

Das galt nicht nur für das gemeinsame Märchenprojekt, denn auf dem Schulhof haben die beiden Schülergruppen gleich auch ein Erinnerungsbild gemalt, das immer an „Two Paths – One Story“ erinnern soll.

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