Bedürftigen Familien Urlaub ermöglichen

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Ermöglicht mit seinem Verein bedürftigen Familien Urlaub: Hermann Knopik. Foto: Andrea Thomas

Herzogenrath. Familienurlaub, morgens zum Strand Sandburgen bauen, nachmittags eine Radtour und am Abend Grillen im Vorzelt. Davon können Familien, die von Hartz IV leben, nur träumen. Dass das nicht so bleibt und der Traum Realität wird, dafür sorgt der Verein „Tellerrand” der Pfarre St. Josef in Straß.

Seit vier Jahren ermöglicht er es seinen Mitarbeitern, die er gemeinsam mit der Arge qualifiziert, Urlaub im vereinseigenen Campingwagen an der niederländischen Küste zu machen. Die Idee hatte Hermann Knopik, der Vorsitzende des Vereins, beim Campingurlaub. „Wir haben seit vielen Jahren einen Wohnwagen in Renesse stehen. Als wir mal wieder oben waren, habe ich zu meiner Frau gesagt: Wir lassen es uns hier gut gehen, und unsere Leute, die es genauso bräuchten, können sich das nicht leisten”, erzählt er.

Ein Gedanke, der ihn zurück in den Alltag begleitet hat. Er überzeugte seine Vorstandskollegen, über Spenden einen gebrauchten Wohnwagen anzuschaffen, und schaffte es sogar, einen Campingplatzbetreiber in Renesse zu finden, bei dem sie zu akzeptablen Konditionen einen Stellplatz für ihren Wagen bekamen. Seitdem haben sich etliche Mitarbeiter dort ihren Urlaubstraum erfüllt.

Freude und Dankbarkeit der Mitarbeiter und ihrer Familien lassen den Tellerrand-Vorstand so manche Schwierigkeiten vergessen. „Das Angebot ist teuer und wäre ohne Spendenhilfe nicht realisierbar”, wie Gemeindereferent Wilfried Hammers erklärt.

Da ist die Standgebühr, die sich der Verein bislang nur für die Vor- und Nachsaison leisten kann. „Eine Schande, dass das gerade in der Ferienzeit nicht klappt, aber das wären locker 3000 bis 4000 Euro mehr”, bedauert Knopik. Da die meisten Mitarbeiter kein Auto haben, werden sie außerdem zur Küste gebracht und wieder abgeholt, was Zeit und Sprit kostet. Und nicht zuletzt wird jede Familie vor Ort mit Grundnahrungsmitteln versorgt, damit sie sich auch kleine Urlaubsextras wie ein Eis leisten kann.

Anfang des Jahres bahnten sich weitere Kosten an. Der alte Wohnwagen hatte Macken bekommen. Ersatz musste her. So warb der Verein unter dem Motto „Schon im Winter an den Sommer denken” um Unterstützung. Mit Erfolg: Nun wurde von dem gespendeten Geld Spenden (1700 Euro) und Vereinsmitteln ein neuer gebrauchter Wohnwagen angeschafft.

Wer das Projekt gerne unterstützen möchte, findet Infos und Kontakt unter http://www.tellerrand-ev.de bzw. direkt bei Hermann Knopik, 02406/ 5399
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