Barrierefreies Wohnen neben Kirche in Ofden geplant

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Ernsthaftes Interesse: Ein Investor will auf dem Gelände der evangelischen Gemeinde in Ofden 14 Wohneinheiten errichten.

Alsdorf. Die evangelische Gemeinde Alsdorf macht angesichts ihrer angespannten finanziellen Lage Nägel mit Köpfen. Vor wenigen Wochen ist die Paul-Gerhardt-Kirche in Ofden entwidmet und als Gotteshaus aufgegeben worden. Das Gebäude will die Gemeinde zur Ergänzung des Angebots des angrenzenden Kindergartens für die U3-Betreuung umbauen.

Auch für das Umfeld wurde jetzt dem Ausschuss für Stadtentwicklung auf Basis der „Nachfrage eines Investors“ ein schon recht konkretes Konzept seitens der Verwaltung vorgestellt. Der Anfragende ist am „Bau hochwertiger barrierefreier Wohnungen“ interessiert. Dabei soll die „Kubatur (Volumen eines Bauwerks, d. Red.) der leerstehenden Bestandsgebäude – Pfarrheim und Jugendheim – aufgegriffen oder durch einen Neubau ersetzt werden“, wie es seitens der Verwaltung hieß.

Übersetzt heißt das: Das Projekt soll ins Umfeld harmonisch eingepasst werden. Erfreulich ist aus Sicht der Stadt, dass ein zu befürchtender langfristiger Leerstand des Pfarr- und Jugendheims vermieden wird. Daran ist auch die evangelische Gemeinde nicht interessiert, die ja Geld für den Umbau der Kirche benötigt.

Geplant sind zwei dreigeschossige, durch ein Treppenhaus miteinander verbundene Gebäude mit etwa 14 Wohneinheiten, die barrierefrei konzipiert sind. Damit werde der Altersstruktur und dem Bedarf der Ofdener Bevölkerung Rechnung getragen. Die Firsthöhe wird von der Kommune auf maximal 9,5 Meter festgesetzt. Mit Blick auf die „Bebauungsstruktur im Umfeld“ werden als Dachformen Satteldächer und gegeneinander versetzte Pultdächer mit einer Dachneigung von maximal 30 Grad zulässig sein.

Neben Festsetzungen zum Erhalt von Bäumen geht es der Stadt Alsdorf zudem um die Gestaltung des Außenbereichs als Garten. Im Bereich des ehemaligen Pfarrheims sollen notwendige Stellplätze in Form eines Garagenhofs nachgewiesen werden, weitere entlang der Bonhoeffer-straße. In der Summe geht es um eine Fläche von rund 5250 Quadratmetern. Hiervon werden als Wohngebiet 2200 benötigt, 2000 als „Gemeinbedarf“. Straßen – die Erschließung erfolgt über existierende – nehmen gut 600 Quadratmeter ein, Wege und Plätze 440.

Der Vorsitzende des Presbyteriums, Pfarrer Ulrich Eichenberg, bestätigte auf Anfrage, dass „wir in ernsthaften Verhandlungen sind“, wollte sich aber zu Namen und Einzelheiten nicht äußern, um den Abschluss des Geschäfts nicht zu gefährden. „Wir hoffen auf die Veräußerung des Grundstücks“, sagte er. Bezüglich der ebenfalls endwidmeten Immanuel-Kirche in Busch – das Gemeindeleben konzentriert sich jetzt auf die Martin-Luther-Kirche – gibt es Interessenten. Zum einen geht es um eine Glaubensgemeinschaft. „Diese Nutzung würde wohl denjenigen, die die Kirche gebaut haben, am nächsten kommen“, meint der Vorsitzende des Presbyteriums. Es gibt laut Eichenberg aber auch „Privatinteressenten“, die auf dem Gelände der Kirche in Busch neue Wohnungen errichten möchten.

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