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Bambini üben sich auf dem Tennisplatz

Von: Stefan Schaum
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Kurze Arme, lange Schläger: Mit den Tennis-Bambini trainieren Kerstin Behrend und Hans-Jürgen Vögler das Ballgefühl. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Sieht schon ulkig aus, wie die Kurzen mit den langen Schlägern hantieren. So manches der Kinder ist kaum größer als sein Sportgerät. Aber um richtig großes Tennis geht es hier ja nicht. Jedenfalls noch nicht.

Was in der Bambini-Gruppe passiert, hat mehr mit ersten Ballkontakten zu tun. Mit Hüpfen und Springen – und vor allem mit Spaß. Der Rest kann noch kommen. In ein paar Jahren.

Für den TC Rot-Weiß Alsdorf führt Kerstin Behrend Kinder ab drei Jahren an einen Sport heran, der sie richtig lange begleiten könnte. Das sieht sie ja an sich selbst. „Ich habe mit sechs Jahren angefangen.“ 33 Jahre ist das jetzt her, dazwischen liegen Meistertitel auf Kreis- und Bezirksebene, aktuell rangiert sie in der 1. Verbandsliga Damen 30 auf dem ersten Platz. „Meine Mutter spielt auch noch aktiv. Wer sich einmal für Tennis begeistert, kann sich damit lange fit halten.“ So ein Selbstläufer wie in den 1980er Jahren, als allein die Berühmtheit von Boris Becker und Steffi Graf den Vereinen hierzulande reichlich Nachwuchs bescherte, ist es aber nicht mehr. Auch Tennisvereine müssen sich heutzutage mühen, die Jugend an sich zu binden.

Deshalb kam Kerstin Behrend vor zwei Jahren auf die Idee, den ganz Kleinen den Sport schmackhaft zu machen. Als Mutter und Grundschullehrerin liegt ihr die Sache ebenfalls am Herzen. Denn sie weiß, dass Bewegungsförderung ganz allgemein nicht schaden kann. Auf einem Bein zu stehen und mit den Armen zu rudern – das ist heutzutage für manchen Knirps schon eine ordentliche Herausforderung. Mit Bewegungsspielen und kleinen Übungen schulen die Vier- bis Achtjährigen daher erst einmal ihr Körpergefühl. Und wenn sie dann zum Schläger greifen, geht es nur um einfache Schwünge. „Bei uns steht niemand am Netz und zählt die Punkte. Die Kinder sollen einfach Spaß an der Bewegung bekommen.“ Den Ball zu treffen und ihn ein paar Meter weit zu schlagen – das ist schon ein Erfolgserlebnis.

Die Nachfrage spricht für sich. Zum Start waren acht Bambini in der Gruppe, aktuell sind es 40 Kinder. „Viele von ihnen werden wohl über die Gruppe hinaus weitermachen“, sagt Kerstin Behrend. Für ein paar Jahre. Oder für ein Leben lang.

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