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Bagger reißen die „Brücke vor Busch” weg

Von: Stefan Schaum
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Das Wegbaggern hat begonnen: Im hinteren Teil der EBV-Lohnhalle sind die ersten Wände eingerissen worden. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Der Abriss stand schon seit langer Zeit im Raum, jetzt schaffen die Bagger Fakten: Zahlreiche Wände im hinteren Teil der ehemaligen EBV-Lohnhalle an der Herzogenrather Straße sind bereits eingerissen worden. In wenigen Wochen soll auch die optisch markante „Brücke” vor dem Stadtteil Busch verschwunden sein. Jener Quertrakt, der zu Bergbauzeiten das in den 30er Jahren errichtete Gebäude mit dem Zechengelände verband.

An dessen Grenze wird die Arbeit des Abbruchunternehmens Landwehr aus Herzebrock-Clarholz getan sein. Jenseits der Straße soll das Energiemuseum konkrete Formen annehmen. Am kommenden Freitag, 21. Januar, wird im Fördermaschinenhaus die im Oktober 2010 gegründete Energeticon gGmbH einen Fördermittelbescheid erhalten, der die Weichen für die weitere Entwicklung des Zentrums für Bergbau- und Energiegeschichte stellt.

„Keine Vermarktungspläne”

Auf der anderen Straßenseite wird nach dem Abriss der Lohnhalle zunächst eine freie Fläche bleiben. „Es bestehen für das Gelände derzeit keine Vermarktungspläne”, sagt Dr. Stephan Schmidt, Sprecher der Evonik Wohnen GmbH, die Eigentümerin der Flächen ist. Erforderlich geworden sei der Abriss „aufgrund unserer Verkehrssicherungspflicht”. Des öfteren sei es im Gebäude zu Einbrüchen gekommen, die Räume zeigten „deutliche Vandalismusspuren”.

Nun gibt der Abriss die Sicht auf ein Gelände frei, auf dem sich sehr viel tun soll: Das im Bebauungsplan Nr. 295 ausgewiesene Areal rund um die ehemalige Grundschule Busch. Auf gut 3,3 Hektar Fläche soll ein Wohngebiet entstehen. Rund 15000 Quadratmeter der Fläche sind in städtischem Besitz. Noch im ersten Halbjahr soll der Plan offengelegt werden, „bis zum Herbst könnte er rechtskräftig sein”, sagt die Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg. Etwa 25 Wohneinheiten könnten zunächst auf der städtischen Fläche entstehen. „Wir wollen mit der Erschließung gegenüber des Euregiobahn-Haltepunkts beginnen.” Die Bauland GmbH - eine Kooperation der Stadt Alsdorf und der Sparkassen Immobilien GmbH - habe bereits Interesse an der Vermarktung der Flächen signalisiert.

Zentrale Lage

„Es bestehen gute Aussichten, dieses Gelände rasch zu vermarkten”, sagt die Technische Beigeordnete, die eine zentrale Lage bei direkter Nähe zur Natur und die Anbindung etwa zum RTHW-Campus mittels Euregiobahn als Vorzüge des Geländes nennt. Auch Flächen zur Erweiterung des Seniorenzentrums in Busch sieht der Plan vor. „Wir können das je nach Bedarf sehr flexibel gestalten”, verweist die Beigeordnete auf eine schrittweise Erschließung.

Wann die Grundschule und die ehemaligen Räume der Volkshochschule abgerissen werden, steht noch nicht fest. Zunächst soll die Jugendkunstschule „Aber Hallo” in die ehemalige Turnhalle der Schule umziehen. Lo Cicero-Marenberg: „Dort könnte sie auch während der Erschließung des Geländes bleiben.” Denn eine dauerhafte neue Heimat soll die Kunstschule im Annapark finden: im geplanten Bildungszentrum.
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