Baesweiler - Baesweilers Gymnasium ohne aktives Heizsystem

Baesweilers Gymnasium ohne aktives Heizsystem

Von: -th
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Baesweiler. Wer Pionierarbeit leistet, der steht unter Beobachtung. „Das beste Projekt im ganzen Land Nordrhein-Westfalen zu haben, erweckt eine besondere Erwartungshaltung.”

Diese Erfahrung macht Baesweilers Bürgermeister Willi Linkens schon, bevor aus dem städtischen Gymnasium eine Baustelle und aus dem Gebäudekomplex ein Passivhaus nach modernsten energetischen Standards wird.

Mit großen Erwartungen - und teilweise noch etwas ungläubig - verfolgten nun auch die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses die ersten Erläuterungen aus den Ingenieurbüros. Manches erscheint eben fast zu schön, um wahr zu sein.

„Passivhausstandard”: Das bedeutet, dass kein aktives Heizsystem mehr benötigt wird. Wie das geht, stellten in der Ausschusssitzung Architekt Professor Ludwig Rongen aus Wassenberg und Hermann Dulle von der in Aachen ansässigen Vika-Ingenieurgesellschaft vor.

Inzwischen sind die Technikkonzepte, die ursprünglich aus dem Wohnungsbau stammen, schon häufig auf andere Gebäudearten übertragen worden. Am Neubau des Berufskollegs in Eschweiler aus dem Jahr 2004 lässt sich zum Beispiel erfahren, wie sie funktionieren. Das sollen sie auch im Baesweiler Altbau. „Wir sind sehr optimistisch, dass wir den Passivhausstandard erreichen. Die ersten Berechnungen sind sehr positiv ausgefallen”, erklärte Hermann Dulle.

Die 7,2 Millionen Euro, von denen 4,8 Millionen aus dem vom Bund und Land aufgelegten Förderprogramm „Investitionspakt zur energetischen Erneuerung der sozialen Infrastruktur in den Kommunen” stammen, sind langfristig gut angelegtes Geld. Schließlich wird bei diesem Projekt in einem Zeitraum von 20 bis 40 Jahren gedacht. Und es geht nicht nur daraum, der Preisentwicklung für das knapper werdende Heizöl zu entgehen. „Genauso wichtig sind unsere Klimaprobleme”, unterstrich Professor Ludwig Rongen, der dem Ausschuss das Prinzip des Passivhauses erklärte.

Die Vorplanungen für die energetische Sanierung des Gymnasiums sollen dem Bauausschuss im März vorgelegt werden. Die Ausschreibung ist für April geplant, Baubeginn soll Anfang der Sommerferien im Verwaltungstrakt sein, kündigte der Erste und Technische Beigeordnete, Peter Strauch, an.

Die Schulkonferenz ist bereits einmal informiert worden. Nach der Bauausschuss-Sitzung im März „werden wir auch Eltern, Lehrer und Schüler beteiligen”, erklärte Bürgermeister Linkens. Für die Bauzeiten in den großen Schultrakten „müssen wir Übergangslösungen finden”.
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