Baesweiler: Will „Willi“ Linkens wirklich?

Von: Karl Stüber
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CDU Baesweiler sorgt für Verwirrung in Sachen Bürgermeisterkandidatur von Dr. Willi Linkens: Will er, will er nicht, wird er können dürfen? Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Da hat sich so manches Parteimitglied verwundert die Augen gerieben, als es beim Durchsehen der neuesten Ausgabe des CDU-Blatts „Wir in Baesweiler“ an folgender Formulierung hängen blieb: „Wir freuen uns sehr, dass Willi Linkens erklärt hat, bei der Bürgermeisterwahl im Jahr 2015 erneut zu kandidieren.“

Dagegen hatte Bürgermeister Dr. Willi Linkens gegenüber unserer Zeitung und anderen Dritten seine erneute Kandidatur noch keineswegs fest zugesagt. Er wolle seine Wahlzeit bis 2015 ausschöpfen und dann neu überlegen, hatte er auf Anfrage unserer Zeitung vor wenigen Wochen entgegnet. Linkens könne bei dem Wahltermin 2015 „später und dann aktuell vor dem Wahltermin bewerten, wie es um seine Gesundheit bestellt ist und ob er wieder antreten kann“, steht in unserem Beitrag vom 30. November mit dem Titel „Willi Linkens bleibt bei 2015“.

„Wenn man mich dann noch will“

Und seinerzeit hieß es weiter: Das bedeute aber auch, dass Linkens erneut antreten würde, „wenn man mich dann noch will“ (so Linkens wörtlich) – also wenn ihn seine Partei wieder als Kandidaten aufstellt. „Ich kann mir vorstellen, dass die CDU davon ausgeht, dass ich fit bleibe“, sagte Linkens jetzt auf Nachfrage unserer Zeitung zu der CDU-Veröffentlichung. Er würde auch gerne wieder antreten, wenn es denn so bliebe.

Baesweilers CDU-Chef Bruno Mohr sagte auf Anfrage relativierend: „Wir hoffen, dass er gesund bleibt, und gehen davon aus, dass er dann kandidieren wird.“

Liest man den Beitrag zur Bürgermeisterwahl 2015 in „Wir in Baesweiler“ weiter, wird „ein Wunsch als Vater“ für die vorzeitige „Vereinnahmung“ des bisherigen Zugpferdes Linkens deutlich. Dort steht: „Wir als CDU bitten Sie auch weiterhin um Ihr Vertrauen, das Sie dem Bürgermeister und der CDU bei der letzten Kommunalwahl in so großem Maß gegeben haben . . .“ Heißt: Die Union will ihre beste Nummer für die im Mai 2014 anstehende Kommunalwahl mit Blick auf die Bürgermeisterwahl 2015 nicht aus dem Boot lassen. Die CDU möchte den Eindruck erwecken, wer CDU wählt, wird später auch bestimmt „Willi“ im Rathaus und als Vorsitzenden des Rates bekommen.


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