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Baesweiler will Integrationskonzept rasch umsetzen

Von: Sigi Malinowski
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„Wir müssen stets miteinander und nicht übereinander reden.” Baesweilers Bürgermeister Willi Linkens (2.v.l.) sucht den Dialog mit Baesweiler Bürgern. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Legt man das Tempo zugrunde, mit dem die Stadt Baesweiler ihr Integrationskonzept umsetzt, dürfte die Startauflage der Broschüre „Baesweiler sind wir” rasch vergriffen sein. Das 36-seitige Heft ist jetzt vorgestellt worden.

Quadratisch, praktisch, gut: So kommt das Heft daher, das in einer Auflage von 1000 Stück gedruckt worden und ab sofort in den öffentlichen Einrichtungen der Stadt sowie in Moscheen kostenlos zu haben ist.

„Wir haben 700 Stück in türkischer Sprache und 300 in arabischer Sprache drucken lassen”, sagte Sozialdezernent Frank Brunner im Nachklang eines Treffens von etwa 60 Personen, die bei der praktischen Umsetzung des Integrationskonzeptes wichtige Positionen innehaben.

Die Broschüre beschreibt die Entwicklung des Integrationsprozesses, stellt Arbeitskreise vor, lässt ausländische Mitbürger zu Wort kommen und hat einen umfangreichen Block zum Thema „Wer, wo, was in Baesweiler”.

Informationen gibt es zudem rund um Freizeitangebote, Schulen und Kulturvereine. So berichtet beispielsweise die 18-jährige Türkin Esma Arslan darüber, dass „Baesweiler für mich Heimat bedeutet”. Die junge Frau schätzt es sehr, „dass sich die Menschen hier viel Mühe für ein friedliches Miteinander geben”.

Sie wünscht sich aber auch, „dass man in Baesweiler auch noch in 50 Jahren als Kopftuch tragende Türkin durch die Stadt gehen kann, ohne dabei abwertende Blicke oder sogar eine Bemerkung einstecken zu müssen”.

Weit gekommen

Auf dem Weg dort hin gibt man sich in der Stadtverwaltung große Mühe. „Wir sind zwar schon weit gekommen, haben aber noch sehr viel Arbeit vor uns”, stellte Bürgermeister Willi Linkens im Beisein von Sozialdezernent Frank Brunner, Verwaltungsmitarbeiter Jürgen Schlebach und Bülent Arslan vom Institut IMAP, das das Integrationskonzept begleitet, heraus.

Arslans Arbeit schätzt man bei der Stadt ganz besonders. Auch das betonte Willi Linkens gerne. „Das Projekt läuft jetzt seit gut fünf Monaten und wird von einer beispielhaften Beteiligung der Bürger getragen. Mich freut vor allem, dass so viele Bürger mit Migrationshintergrund dabei sind.”

Das Integrationskonzept ist nur ein Teil von mehreren Projekten, zu denen auch das Projekt „Soziale Stadt” gehört. Dazu bemerkte der Bürgermeister, dass einige Baumaßnahmen „noch in diesem Jahr beginnen werden”.

Die jeweilige Priorität sei allerdings vom Fluss der Fördergelder abhängig, die Baesweiler zugesagt worden seien.

Unabhängig davon soll noch in diesem Jahr für den Siedlungsbereich Setterich-Ost eine städtische Erdgeschosswohnung als multikulturelle Begegnungsstätte eingerichtet werden.

Bülent Arslan nahm die Gelegenheit wahr, die Säulen des Integrationskonzeptes näher zu beleuchten. Bildung und die Aktivierung der Migranten sind die wichtigsten.

„Wir sind uns bewusst, dass neben der Teilnahme von Profis unbedingt die Eltern der Kinder eingebunden werden müssen. Die Teilnahme der Migranten-Eltern muss verstärkt werden. Das ist der Schlüssel für den Schulerfolg und ganz entscheidend.”

Willi Linkens forderte weiteres Engagement: „Wir können uns jetzt nicht zurücklehnen und sagen, dass wir unseren Teil getan haben. Es gilt nun, die vielen Ideen mit allen Beteiligten anzugehen. Dann erst ist die Umsetzung auch ein Erfolg.”
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