Autos bleiben in Wassermassen stecken

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Fußballstadion in einen See verwandelt: Alpaslan Bulat, Vorsitzender von Emir Sultan Spor, war froh, noch Sachen aus den angrenzenden Aufenthaltsräumen retten zu können. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath/Alsdorf. Die heftigen Regenschauer am Samstagabend haben den Feuerwehren in Alsdorf und Herzogenrath viel Arbeit beschert. Um 17.34 Uhr gingen die ersten Notrufe aus den Stadtteilen Herzogenrath-Mitte und Merkstein in der Rettungsleitstelle Simmerath ein. Diese summierten sich schließlich auf 70 Einsatzstellen.

Für die Feuerwehr Herzogenrath wurde Vollalarm ausgelöst. Ebenfalls wurde das Technische Hilfswerk, Ortsverband Herzogenrath, alarmiert. Die einzelnen Einsatzstellen wurden schließlich nach Priorität von 84 Einsatzkräften der Feuerwehr und 18 Angehörigen des THW abgearbeitet. Seitens der Feuerwehr Herzogenrath waren 22 Fahrzeuge im Einsatz. Das THW setzte zwei Fahrzeuge ein.

Die Haupteinsatzgebiete lagen in Merkstein, dort vor allen Dingen am Stadion und auf der Geilenkirchener Straße, in Plitschard und in Herbach. In der Gesamtschule am Langenpfahl lief der Keller voll Wasser.

In der Tallage von Herzogenrath-Mitte konzentrierten sich die Wassermassen auf den Bereich Kleikstraße. In Kohlscheid galt es drei kleinere Einsatzstellen abzuarbeiten. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs wurden zudem Fahrbahnverschmutzungen im Bereich Worm/Wildnis grob beseitigt. Bei den meisten Einsätzen handelte es sich um aufgespülte Kanaldeckel und um vollgelaufene Kellerräume. Zu allem Überfluss gab es auch noch einen Fehlalarm.

Wehr pumpt in eigener Sache

Ab 17.20 Uhr stand auch in der Alsdorfer Wache das Telefon nicht mehr still. Über das gesamte Stadtgebiet wurden Wassereinsätze gemeldet. Nachdem die ersten Kräfte der Löschzüge Stadtmitte und Hoengen zu vollgelaufenen Kellern unterwegs waren, wurden laufend neue Einsätze gemeldet. Bis 22 Uhr hatte die Feuerwehr 92 Wassereinsätze zu bewältigen.

Selbst in den Keller der Hauptwache war Wasser eingedrungen. Schlimm erwischte es drei Pkw auf der L109 in Bettendorf: Sie waren in eine großflächige Wasseransammlung in einer Straßensenke gefahren und steckengeblieben. Das Wasser stieg bereits in den Fahrzeuginnenraum. Ein ortsansässiger Autoverwerter, der zufällig in der Nähe war, griff beherzt ein und begann, die Fahrzeuge aus dem Wasser zu ziehen.

Neben dem Alsdorfer Bowlingcenter waren verschiedene Gaststätten und auch eine Vielzahl Privathäuser betroffen. Im Bowlingcenter wurde das Technische Hilfswerk zur Beseitigung des Wassers eingesetzt. Im Brühl musste die Wehr einen umgestürzten Baum von der Fahrbahn räumen. Zeitgleich gab es einen Einsatz in der Stadthalle, der sich allerdings als ein Fehlalarm herausstellte.

Im Rathaus war der Aufzugschacht vollgelaufen, die Feuerwehr leistete hier Unterstützung, indem sie dem Hausmeister eine Pumpe stellte. Gesamteinsatzleiter Olaf Gesell hatte mit seiner Führungsmannschaft alle Hände voll zu tun, die verfügbaren 19 Fahrzeuge und 61 Kräfte zu koordinieren, um die Einsätze schnellstmöglich abzuarbeiten. Gleichzeitig gab es noch einen Einsatz für den Rettungsdienst der Alsdorfer Feuerwehr: Eine Frau war eine Treppe herabgestürzt. Sie wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Dramatischer war ein Verkehrsunfall auf der Kreuzung Kurt-Koblitz-Ring/Luisenstraße, bei dem drei Personen leicht verletzt wurden. Bei den zusammengestoßenen Fahrzeugen wurden die Batterien abgeklemmt und die ausgelaufenen Betriebsstoffe mit Bindemittel abgestreut. Die drei Verletzten wurden mit zwei Rettungswagen ins Medizinische Zentrum gebracht. Die Einsätzkräfte unter Leitung von Olaf Gesell konnten nach ungefähr einer Stunde wieder die Kräfte bei den Wassereinsätzen unterstützen.
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