Kohlscheid - Autohaus Bähr: Bürger informieren sich über Erweiterungspläne

Autohaus Bähr: Bürger informieren sich über Erweiterungspläne

Von: Daniel Gerhards
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Rezession hin, Rezession her: Autohaus-Geschäftsführer Michael Bähr (links) und seine rechte Hand in Kohlscheid, Thomas Ebert, setzen ihre Hoffnungen in den Neubau, der auf dem Reißbrett schon existiert und in der Realität noch etwas auf sich warten lassen wird. Foto: Michael Giesen

Kohlscheid. Die Abwrackprämie kommt. Wer in Zukunft sein mindestens neun Jahre altes Auto verschrottet und gleichzeitig einen neuen abgasarmen Wagen kauft, bekommt 2500 Euro von Vater Staat. Ob das dem geplanten Autohaus in Kohlscheid an der Roermonder Straße beim Verkauf hilft steht in den Sternen.

Antworten konnten Bauherr und Vertreter von Rat und Verwaltung allerdings schon auf die Fragen vieler Kohlscheider Bürger geben. Investor Michael Bähr, Manfred Fleckenstein (SPD), Vorsitzender des Umwelt- und Planungsausschusses, Herzogenraths Technischer Dezernent Rüdiger Staron, Stephan Mingers, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bauleitplanerin Petra Bremser standen den rund 40 Anwohnern und Interessierten Rede und Antwort.

Das Informationsbedürfnis der Bürger war sehr groß: „Ich will wissen was hier passiert. Man kann uns das Ding ja nicht einfach vor die Nase setzen”, so eine Stimme aus den Reihen der Anwohner.

Der Grund für die Bürgerversammlung ist die Änderung des Bebauungsplans zwischen Roermonder Straße, Weiherstraße und Banker Straße. Auf dem fast 13.000 Quadratmeter großen Gelände soll schon bald ein Autohaus entstehen. Neben Stellflächen für Gebrauchtwagen, Kunden und Mitarbeiter ist das Herzstück des Autohauses geplant: eine 50 Meter lange und 25 Meter tiefe Ausstellungshalle für Neufahrzeuge.

Die Halle soll an ihrer Front neun Meter hoch sein. Nach hinten fällt das Gebäude ab, so dass die hintere Gebäudebereich eine maximale Höhe von sieben Metern haben wird. An die Halle schließen ein Verwaltungstrakt, ein Ersatzteillager für rund 8000 Einzelteile und eine Service-Halle an.

Lärmbelastung

Was besonders die Anwohner des Geländes, das in Zukunft als Gewerbegebiet festgesetzt ist, interessierte, war neben Art und Ausmaß der Bebauung, die Lärm- und Verkehrsbelastung, die durch das Autohaus entsteht. Angst um abendliche Lärmbelästigung konnte Investor Michael Bähr weitgehend zerstreuen. Die Arbeit in der Werkstatt soll in der Regel zwischen 8.15 Uhr und 16.45 Uhr erledigt sein.

Bähr: „Es kann sein, dass wir mal länger arbeiten müssen. Aber niemand braucht zu befürchten, dass wir nachts um zwölf mit der Flex arbeiten.” Viele Arbeiten liefen ohnehin computergestützt. „Oft müssen wir uns nicht mal die Hände schmutzig machen.” Klassische Karosseriearbeiten seien selten, sie kämen allerdings vor - zum Schutz vor Lärm in einer schallgedämpften Halle. Lackierarbeiten werden nicht im Autohaus vorgenommen.

Michael Bähr erwartet, dass täglich 10 bis 15 Lkw zu Reparaturen und Wartungen gebracht werden. Die Lkw können das Autohaus über eine an der Banker Straße geplante Zufahrt erreichen. Das soll dafür sorgen, dass der Verkehrsfluss auf der Roermonder Straße nicht zum Erliegen kommt. Aus Richtung Herzogenrath kommende Pkw können eine Einfahrt direkt an der Roermonder Straße nutzen.

Wer aus Aachen kommt, darf nicht direkt links auf das Gelände abbiegen, sonder muss - um die Verstopfung der Hauptverkehrsader zu vermeiden - auch einen Umweg über die Banker Straße nehmen. Für Rüdiger Staron ist die Lösung Autohaus eine sehr verträgliche, was Lärm und Verkehr angeht: „Der ehemalige Eigentümer wollte das Grundstück an Discounter verkaufen. Das hätte mehr Geld gebracht. Mich freut es, dass wir jetzt das Autohaus bekommen. Das ist gut für die Nachbarschaft und gut für die Stadt.”
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