Ausstellung hat „Diktatur und Demokratie“ im Blick

Von: chh
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Eröffneten gemeinsam die Ausstellung „Diktatur und Demokratie“ im Euregio-Kolleg: Der Herzogenrather Bürgermeister und VHS-Verbandsvorsitzende Christoph von den Driesch, der Würselener Beigeordnete und stellvertretende Vorsitzende des „Weiterbildungskolleg e.V.“, Werner Birmanns, Schulleiter Martin Sayer und Bürgermeister Arno Nelles (von links). Foto: Christoph Hahn

Würselen. Mit dem Ersten Weltkrieg fängt es an – und hört erst in der Gegenwart auf: „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme“, eine Ausstellung der Volkshochschule (VHS) Nordkreis Aachen und des Euregio-Kollegs an der Friedrichstraße in Würselen, umspannt einen weiten Zeitraum der europäischen Geschichte.

Der Clou der Schau: Wer ein Internet-fähiges Handy mitbringt, kann damit einen so genannten QR-Code abscannen und erhält auf diesem Weg zusätzliche Bild- und Ton-Informationen.

Die Ausstellung in der Cafeteria der Schule, die junge Erwachsene überwiegend zwischen 20 und 30 zum Abitur führt, erzählt mit entlang der Glasfront der Cafeteria aufgehängten Schautafeln die politische Geschichte Europas auf dem Weg in die Moderne. Zusammengestellt vom renommierten Institut für Zeitgeschichte in München und in der Folge von VHS-Chef Henty Engel angekauft, gehen die Autoren der Ausstellungstexte vom Weltkrieg und den anschließenden Verhandlungen zwischen Siegern und Verlierern als „Urkatastrophe“ des Jahrhunderts aus.

Nicht zuletzt das Entstehen des Nationalsozialismus und der Weg seiner Anhänger zur Macht wird darauf zurückgeführt. Auch die deutsch-französische Völkerfreundschaft wird als Weg zur Überwindung dieses Unheils entsprechend dargestellt, ebenfalls die europäische Einigung. Die eingängigen Texte auf den Schautafeln tragen dazu bei, dass diese Präsentation von Geschichte nicht nur eine Angelegenheit für Akademiker und Menschen mit vergleichbarer Vorbildung bleibt. Dass „Diktatur und Demokratie“ von nun an bis zum letzten Tag der Schau, dem 11. April (in dieser Zeit sind die Schautafeln an allen Schultagen zwischen 8 und 15 Uhr zugänglich), immer wieder im Mittelpunkt des Unterrichts am Euregio-Kolleg steht wird, nimmt darum eigentlich kaum noch Wunder.

Die große Bedeutung der Ausstellung betonte auch der Herzogenrather Bürgermeister Christoph von den Driesch, der seine Eröffnungsansprache in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des VHS-Zweckverbands hielt: „Wir sind stolz darauf, diese Ausstellung präsentieren zu können“, versicherte er. Angesichts der aus dem Krim-Konflikt resultierenden Kriegsgefahr wies von den Driesch seine zahlreichen Zuhörer nicht nur eben darauf hin, sondern rückte ihnen zugleich die auf den Schautafeln geschilderten „Beispiele, wie sich Völker aus einander leben“ ins Bewusstsein. Der Hausherr, Schulleiter Martin Sayer, schätzt vor allem den Umstand, dass die Verfasser der Texte „eine komplexe und dramatische Geschichte erzählen“ VHS-Chef Engel freute sich vor dem Publikum: „Diese Ausstellung gehört uns jetzt – und wir sind gerne bereut, sie weiterzugeben.“

Wer dieses Angebot nutzen will, der möge sich unter Telefon 02404/90630 melden.

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