Würselen - Aussichtsreiche Gespräche über Kinkartz-Gelände

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Aussichtsreiche Gespräche über Kinkartz-Gelände

Von: -ks-
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Für die weitere Stadtentwicklung von Würselen wichtig: das Gelände der ehemaligen Großbäckerei Kinkartz in Broichweiden. Foto: Karl Stüber

Würselen. Wie steht es um die Zukunft des ehemaligen Standorts der Großbäckerei Kinkartz im Würselener Stadtteil Broichweiden? Ende 2015 wurde dort die letzte Schicht gefahren. Die Produktion wurde samt Mitarbeitern nach Aachen zur Lambertz-Gruppe verlagert. Das rund 40.000 Quadratmeter große Areal wurde seitdem kaum noch genutzt.

Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte Erster und Technischer Beigeordneter Till von Hoegen, dass die Gespräche mit den Eigentümern in eine gute Richtung laufen würden. Dies könnte dazu führen, dass die Stadt noch in diesem Jahr dem Stadtrat empfiehlt, vorsorglich einen Bebauungsplan aufzustellen, in dem die grundsätzlichen Kriterien für die Art der Bebauung klassifiziert werden.

Auch Manfred Schmitz-Gehrmann vom städtischen Fachdienst Stadtplanung, Umwelt und Wohnen teilt diese Einschätzung. Allerdings sei der Eigentümer natürlich daran interessiert, dass Grundstück möglichst lukrativ zu vermarkten. Seitens der Stadt Würselen werde daran gedacht, dort neben Einfamilien- auch Mehrfamilienhäuser vorzusehen.

Da der Eigentümer das Gelände selbst bebauen (lassen) möchte, wird die Stadtentwicklungsgesellschaft Würselen (SEW) wohl nicht das Areal übernehmen und vermarkten, wie es ursprünglich von der Stadt Würselen angestrebt war. Aber die auf den Grundstückspreis bezogene 25 Prozent Infrastrukturabgabe an die Kommune käme auf den Eigentümer zu, was diesem auch bekannt sei, sagte SEW-Geschäftsführer Manfred Zitzen.

Das heißt, die Stadt Würselen bekomme bei einvernehmlich zu schaffendem Baurecht gemäß Grundsatzbeschluss des Stadtrates vom Investor bzw. Eigner Geld, um dieses wieder zu investieren, damit für die auf dem Kinkartz-Gelände bei Bebauung zu erwartenden (Neu-)Bürger und Familien unter anderem Kita- und Schulkapazitäten geschaffen werden können.

Entscheidend sei, dass unter dem Strich etwas für Würselen und die Würselener herauskomme, was der weiteren Stadtentwicklung zuträglich sei, sagte Zitzen.

 

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