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Außergewöhnliches Training mit Ex-Kickern von Borussia Mönchengladbach

Von: mabie
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Konzentration: Marcel Witeczek kannte als Ex-Profifußballer keine Berührungsängste mit den auf den Trikots zu lesenden großen Namen. Foto: Markus Bienwald
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Geschicklichkeit: Viele Übungen, auch ungewöhnlicher Art, gehörten zur Trainingseinheit. Foto: Markus Bienwald

Würselen. Geschenke sportlicher Art haben manchmal einen seltsamen Beigeschmack. Da wird das Abo für das Fitness-Studio schon mal als Kritik an der Figur missdeutet, oder die liebevoll im Baumarkt ausgesuchten Hanteln verkümmern nach drei Testhüben ungenutzt in der Kramecke.

Die sportlichen Präsente am Heilig-Geist-Gymnasium (HGG) dürften hingegen nicht nur den 35 Teilnehmern so richtig geschmeckt haben. Auch gestandene Fans des VfL 1900 Borussia Mönchengladbach dürften mit feuchten Händen an die Chance gedacht haben, einmal mit zwei waschechten, wenn auch ehemaligen Profis zu trainieren.

Dazu hatte das HGG in Zusammenarbeit mit der Regionaldirektion Kreis Aachen der AOK im Rahmen der Aktion „Fit durch die Schule“ die Ex-Profis und heute als Sportreferenten bei der AOK angestellten Ex-Gladbacher Marcel Witeczek und Michael Klinkert eingeladen. Sie waren für eine Spiellänge – zweimal 45 Minuten – nach Würselen gekommen, um einmal zu zeigen, worum es beim Fußball geht. Nämlich um alles, und das gleichzeitig, denn der Mannschaftssport verlangt fitte Individualisten, die nahtlos im Team aufgehen. Soweit die Theorie.

In der Praxis mit den beiden Kickern wurden die Jugendlichen erstmal ohne Ball durch die Turnhalle des HGG gejagt. Mit abwechslungsreichen Spielen lernten die HGGler, kleine Hütchen zu umkurven, dabei einzeln schnell genug zu sein, um nachher als Gruppe nicht die Letzten zu sein. „Und nachher gibt es natürlich eine Belohnung“, betonte „Mischa“ Klinkert bei seinen Trainingseinheiten. Die Belohnung bestand darin, dass diejenigen mit den kürzesten Laufzeiten hinterher die wenigsten Liegestützten machen durften. Derlei Präsente waren auch für Hannah Maintz und Antonio Pointinger neu.

Die beiden Zwölfjährigen hatten sich im vorausgegangenen Bewerbungsverfahren, an dem gut 100 Schüler teilnahmen, durchgesetzt und durften bei der außergewöhnlichen Trainingseinheit mitmachen. „Es ist cool, mit einem echten Profi zu trainieren“, fand Hannah, und Antonio ergänzte, dass durch das Training mehr Möglichkeiten geschaffen werden. „So lernen auch Schüler, die vielleicht noch nicht so gut Fußball spielen können, wie es besser geht“, sagte er. Tatsächlich suchte Sportlehrer Stefan Vickus im Vorfeld nicht einfach nur die Cracks im Sport mit dem runden Leder aus. „Ich habe einen sehr gemischten Kader ausgewählt“, meinte er, „darunter sind welche, die Fußball noch nicht gut können und Vertreter, die gerne mal mit Profis trainieren wollten.“

Von den beiden Ex-Gladbachern war er sehr überzeugt: „Die machen das sehr engagiert und mit viel Spaß.“ Letztlich brachte diese Mischung die Motivation, sich eineinhalb Stunden lang freiwillig von zwei echten Könnern durch die Halle treiben zu lassen. „Für uns ist das sehr wichtig, denn am HGG spielt Sport eine große Rolle und so können wir dazu beitragen, dass noch mehr Schüler an den Angeboten teilnehmen.“ Die lockere Art der beiden Trainer, die aber auch genau wussten, wenn einer bei einer Übung mal pfuscht, kam bei den Schülern auch gut an.

Anekdötchen durften da auch nicht fehlen, wie zum Beispiel die vier Eigentore Mischa Klinkerts, die ihm einen Platz „weit vorne“ in der Gladbacher Statistik einbrachten. Aber auch Lebensweisheiten sind den Männern nicht fremd. „Im Leben und in der Karriere geht es mal rauf und mal runter, so ist das nun mal“, erzählte Klinkert ganz nebenbei. Daumen rauf hieß es allerdings nach den zwei zwar anstrengenden, aber erfüllenden Stunden bei den Teilnehmern. Die hatten sichtlich Spaß an ihrem adventlichen Geschenk und könnten sich eine Wiederholung gerne vorstellen.

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