Würselen - Ausbau Merzbrück: Wechsel für die Erweiterung

Ausbau Merzbrück: Wechsel für die Erweiterung

Von: Holger Bubel
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Gute Stimmung trotz trüber Au
Gute Stimmung trotz trüber Aussichten? CDU-Generalsekretär NRW Oliver Wittke (2.v.r) stellt Fördermittel für die Erweiterung der Rollbahn nach erfolgreicher Wahl in Aussicht. Klaus-Dieter Wolf (r.), Fraktionsvorsitzender der CDU in der Städteregion, Landtagskandidat Hendrik Schmitz (3.v.r), die Stadtverordneten Balthasar Tirtey vom Ortsverband Würselen-Mitte (3.v.l.), Stadtverordneter Hans-Josef Bülles (2.v.l.) und Ortsverbandsvorsitzender Broichweiden Gottfried Kern (l.) nehmen das mit Wohlwollen zur Kenntnis. Foto: Holger Bubel

Würselen. Nicht mit dem Flieger, nein, mit der Dienstlimousine war Oliver Wittke zur Wahlkampfunterstützung des Nordkreiskandidaten Hendrik Schmitz von der CDU auf den Flugplatz Merzbrück gekommen.

Der ehemalige Verkehrsminister NRW - und nach eigenem Verständnis nach der Landtagswahl im Mai auch zukünftige - und derzeitige Generalsekretär des CDU-Landesverbands hörte sich auf dem Gelände die Sorgen um den Fortbestand des über 100 Jahre alten Flugplatzes im Südosten der Stadt an.

Denn: Nur durch eine Verschwenkung der Landebahn um 10 Grad hin zur angrenzenden Autobahn und eine damit verbundene Verlängerung kann nach Ansicht der Befürworter dieser Maßnahmen die Zukunft von Merzbrück gesichert werden.

Zur Erinnerung: Nach dem Regierungswechsel 2010 in NRW hatte das Rot-Grüne Parteienbündnis im Landtag die geplanten Fördermittel - die Hälfte einer 5- Millionen-Euro-Investition - gestoppt. Eine nach Ansicht nicht nur der kommunalen Unionspolitiker existenzbedrohender Entscheidung für den Flugplatz, „auch die Gesellschafter der Flugplatz Aachen-Merzbrück GmbH (FAM), Würselen, Eschweiler, Aachen und die Städtergion, machen sich große Sorgen um den Erhalt des Standortvorteils. Verkehrstechnisch gesehen haben wir hier nämlich ein Filetstück”, erklärte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Hans-Josef Bülles.

Er betonte auch, dass Konsens über die bauliche Maßnahme herrsche. Bürgerstimmen dagegen, betonte er auf Nachfrage des Verkehrsexperten Oliver Wittke, seien nicht laut geworden. Im Gegenteil: „Mit der Verschwenkung und dem Ausbau der Landebahn würden die Anwohner vom Lärm entlastet.”

Flugzeuge, die schneller steigen, verursachen auch weniger Lärm unten am Boden, ist der Gedanke, der dahintersteckt. „Die Geräuschbelastung könnte um bis zu sechs Dezibel reduziert werden”, weiß der Stadtverbandsvorsitzende.

Hendrik Schmitz betonte auch die wirtschaftliche Bedeutung des Flugplatzes, auf dem jährlich 21 000 Flüge starten: „Merzbrück ist für das Gewerbe unglaublich wichtig. RWTH und FH Aachen forschen hier, die Lufthansa bildet Piloten aus. Die Schließung würde Arbeitskräfte kosten”, mahnte Landtagskandidat Schmitz die Konsequenzen, die die gesamte Städteregion zu tragen hätte.

Oliver Wittke folgte den Einschätzungen seines jungen Parteifreundes: „Besonders die mittelständische Wirtschaft ist auf die Mobilität und Flexibilität, die ein Flugplatz bietet, angewiesen.”

Er erklärte, dass auch die CDU den Ausbau von Flugplätzen nicht fördere: „Aber kleinere Plätze müssen ertüchtigt werden, Sicherheitsstandards müssen gewährleistet werden. Und diese sehen auch eine längere Start- und Landebahn für Merzbrück vor”, sagte der Ex-Verkehrsminister, der seinerzeit das Anliegen der FAM unterstützt hatte.

Das Planaufstellungsverfahren dazu sei eingeleitet worden und voraussichtlich im kommenden Jahr beendet. Dann könnte - bei einer Regierung unter Führung der CDU - theoretisch der Bewilligungsbescheid in greifbarer Nähe sein.

Bis dahin starten und landen die Maschinen von Westflug noch mit einer Sondergenehmigung. Diese ist allerdings in drei Jahren ausgelaufen. . .
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