Radarfallen Blitzen Freisteller

Aufklärung über Brandschutz für Menschen mit Behinderung

Von: ro
Letzte Aktualisierung:
6085033.jpg
Orangefarbene Warnwesten: Stolz stellten sich die wissbegierigen Besucher zusammen mit den Feuerwehrleuten zum Gruppenbild vor das Feuerwehrfahrzeug. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Interessante Einblicke nahmen jetzt 21 behinderte Menschen, die in Wohngruppen oder alleine leben, in Begleitung ihrer Betreuer im Gerätehaus des Löschzugs Broichweiden der freiwilligen Feuerwehr in Würselen. Koordiniert wurde die Veranstaltung von der KoKoBe – Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsangebot für Menschen mit einer geistigen Behinderung – und den Betreuern.

„Auf dem Programm standen neben der Brandschutzaufklärung auch die Besichtigung der Feuerwehrfahrzeuge und das Ausprobieren der Gerätschaften“, berichtet Löschzugführer Ralf Jüsgens. Die Besucher wurden von Feuerwehrmann Heinz Dautzenberg über die Vermeidung von Brandgefahren durch elektrische Geräte, offenes Feuer, Kerzen, Fettbrände in der Küche und Rauchen in Zimmern aufgeklärt.

Anhand eindrucksvoller Videos wurde das Verhalten im Brandfall vorgeführt, die Notwendigkeit von Rauchmeldern dargestellt und das Absetzen eines Notrufes an die Feuerwehrleitstelle besprochen. Die vielen interessanten Fragen der Teilnehmer wurden ausführlich und geduldig von den ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen beantwortet.

Danach standen die Feuerwehrfahrzeuge zur Besichtigung bereit. Zuvor schlüpften die Besucher noch in Einsatzkleidung – Brandschutzjacke, Hose und natürlich Feuerwehr-Schutzhelm. Gerne ließen sie sich von den Feuerwehrfrauen und -männern die Ausrüstung der Fahrzeuge erklären.

Dabei durften sie auch selbst mit anpacken. So wurden Schläuche gekuppelt, mit der Kübelspritze ein fiktives Feuer gelöscht, eine Einsatzstelle mit Scheinwerfern ausgeleuchtet und ein Stromerzeuger angeworfen. Zum Abschluss durften die Besucher natürlich auch selbst ein Löschfahrzeug besteigen und im Mannschaftsraum Platz nehmen.

Besucher und Feuerwehrleute waren buchstäblich mit Feuereifer bei der Sache. Alle Beteiligten waren sich einig, dass diese Art Veranstaltung wiederholt werden sollte. „Dies möchten wir im Rahmen einer Programmreihe zum Thema Sicherheit, ergänzt um die Schwerpunkte Sicherheit vor Einbruch in der eigenen Wohnung und Sicherheit bei der Nutzung von Internet und Facebook anbieten, kündigt Iris Hirsch, Leiterin der KoKoBe, mit Blick auf das positive Resümee an.

Das von Heinz Dautzenberg erstellte Konzept zur Brandschutzerziehung von Menschen mit geistiger Behinderung ist damit erneut aufgegangen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert