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Aufbruchstimmung in Alsdorf: „Den letzten Kohlenstaub wegblasen”

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„Wonderful dream”: Der Städtische Jugendchor Alsdorf hat wieder einen großen Auftritt vor ebenso großem Publikum. Foto: Stüber

Alsdorf. Noch auf dem Weg zum „Empfang zum Neuen Jahr” der Stadt Alsdorf hat Städteregionsrat Helmut Etschenberg im Wagen über seine Rede geschaut - und 80 Prozent davon verändert oder weggelassen, wie er vor seinem Auftritt in der Stadthalle erzählt.

Der stets wie aus dem Ei gepellt wirkende Mann hat gut daran getan. Er trifft genau die Stimmung einer Stadt, deren Bürger, Verwaltung und Rat die Ärmel hochgekrempelt haben, um nach einem Durchhänger seit nunmehr schon knapp eineinhalb Jahren richtig Gas zu geben und gemeinsam der Stadt den entscheidenden Schliff zu verleihen.

„Jetzt endlich wird der letzte Kohlenstaub aus der Stadt herausgeblasen”, sagt er. „Das Positive hat einen Namen: Annagelände.” Etschenberg prophezeit: „Diese Stadt wird ein völlig neues Gesicht erhalten - ein junges, ein frisches, ein von jungen Menschen geprägtes Gesicht.” Eine „Titel-Verleihung” folgt. „Dieser Aufbruch hat einen Namen und der Namen lautet Alfred Sonders”, ruft der CDU-Mann dem Genossen parteiübergreifend zu. Dem sei es gelungen, in kurzer Zeit die Leute mitzunehmen und zu begeistern.”

Der Bürgermeister selbst macht den Alsdorfern „ein Kompliment, das mir schon sehr lange auf den Nägeln brennt: Ich bin stolz auf Sie.” Eigentlich ein guter Moment, die Rede zu beenden. Kann es noch schöner werden? Nein, aber besser. Klar, dass das Energeticon „kommt”, Burg und Remise aufwändig umgebaut werden, die Firma Xtreme technologies bis zu 300 Arbeitsplätze neu schafft, die Frings-Gruppe im Gewerbegebiet boomt, das Logistikunternehmen Dachser den Standort kräftig ausbaut, ist gut und schön.

Dass Sonders im Herbst mit dem Bewilligungsbescheid für das Kultur- und Bildungszentrum (Schulzentrum) rechnet und anderes mehr auf einem guten Weg ist, stimmt hoffnungsfroh, darf aber über weitere „Baustellen” nicht hinwegtäuschen. Es gibt beschwörende Worte zu den äußerst sensiblen Bereichen Schullandschaft und Vereinsförderung. Gemeinsam wolle die Stadt mit den Betroffenen „ihre Zukunft positiv gestalten”. Sonders betont: „Hier brauchen wir mehr Einsicht in das Notwendige und den Schulterschluss statt reflexartige Abwehrhaltung. Diesen Schulterschluss aller Alsdorferinnen und Alsdorfer wünsche ich mir auch für das Jahr 2011.”
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