Herzogenrath - Auf Unternehmen mit Nachtarbeit verzichten

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Auf Unternehmen mit Nachtarbeit verzichten

Von: mabie
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Erdbewegungen hinter dem Bauzaun: An der Herzogenrather Bicherouxstraße wird auf dem ehemaligen Gelände der Vetrotex eine neu geordnete Fläche mit Wirtschaftsbetrieben entstehen, deren Lärmgrenzen schon im Vorfeld ausgelotet wurden. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Derzeit bewegt sich einiges auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Vetrotex an der Bicherouxstraße. Das Gutachten zur Lärmkontigentierung an der Bicherouxstraße liegt vor. Über eine neue Erschließungsstraße soll die Ansiedlung von Gewerbeauf der Vetrotex-Brache möglichst „wohngebietsfreundlich“ erfolgen.

Neben den Erdbewegungen gibt es aber auch hinter den Kulissen viel Dynamik. So wurde dem Umwelt- und Planungsausschuss nun ein Sachstandsbericht zur Lärmkontigentierung vorgelegt. Hintergrund sind die wirtschaftliche Revitalisierung, die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Neustrukturierung der Fläche.

So ist geplant, über eine neue Erschließungsstraße an die Bicherouxstraße die Ansiedlung von neuen Gewerbebetrieben wohngebietsverträglich zu gestalten. Das ist Teil eines städtischen Rahmenplanes, der darauf abzielt, durch eine funktionale und räumliche Neuordnung den Wirtschaftsstandort Herzogenrath zu stärken und Synergien für die Innenstadt davon abzuleiten. Um mögliche Konflikte hinsichtlich von Lärmbelästigungen schon bei der Überplanung mit einzubeziehen, wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, das strikte Vorgaben macht.

Da natürlich noch keine konkreten Bebauungen und Nutzungen vorliegen, teilt das vom Ingenieurbüro IBK aus Alsdorf erstellte Gutachten die so zugeteilten Lärmkontingente in zwei Entwürfe auf. Flächendeckend angebracht, würden sich für die verschiedenen Teilflächen über Tag Lärmgrenzen von 57 Dezibel dB(A) pro Quadratmeter ergeben und nachts zwischen 8 und 9 dB(A)/qm.

Beim zweiten Entwurf, der die Teilflächen längsseitig gliedert, steht in den den Wohngebieten abgewandten Flächen ein höheres Emissionskontigent zur Diskussion. Dann würden die Tageswerte zwischen 55 und 60 dB(A)/qm liegen, die Nachtwerte von 8 bis 10 dB(A)/qm schwanken.

Dabei gibt das Gutachten zu bedenken, dass bereits Kontingente zwischen 45 und 50 dB(A)/qm Arbeiten in geschlossenen Gebäuden erfordern und die Freiflächen nicht mehr uneingeschränkt nutzbar sind, vor allem während der Nachtzeiten. Auch darum sei auf eine Ansiedlung von Betrieben mit Nachtarbeit zu verzichten, ebenso schließen sich laute gewerbliche Nutzungen aus. In der Praxis könnten später hier angesiedelte Betriebe angehalten werden, die weniger lauten Betriebsteile den lauteren Schallquellen zur sonstigen Bebauung hin vorzulagern, um damit mehr Emissionsschutz zu betreiben.

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