Würselen - „Auf-Takt“ leitet das 50-Jährige ein

„Auf-Takt“ leitet das 50-Jährige ein

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Schwungvoller Auftritt: Die Maastrichter Band „Les Chaupiques“ lieferte wie alle Bands eine mitreißende Leistung. Foto: Stenzel-Zenner

Würselen. Der „Auf-Takt“, um 50 Jahre Städtisches Gymnasium in Würselen zu feiern, ist gelungen. Vier Bands sorgten in der Schulaula für Stimmung. Als das Lagerfeuer-Trio nach Mitternacht die letzten Töne spielte, waren alle zufrieden: Die Musiker, die Schüler, die Ehemaligen und die Lehrer.

„Dieser Abend hat einfach Spaß gemacht“, resümierte Direktorin Lydia Becker-Jax.

Spaß gemacht hat der Abend auch Jürgen Hohlfeld. Der ehemalige Deutsch- und Geschichtslehrer der Schule freute sich, dass er immer noch Schüler kannte. „Die Big Band ist fantastisch“, urteilte der Pensionär. „Einige der Musiker waren früher in meiner Theater-AG. Die müssen einfach künstlerisch begabt sein.“ Mit einem Lächeln beobachtete er die Zusammensetzung der Band, die sich vor zwei Jahren als Projekt für eine Abiturfeier gefunden hatte. Längst spielen die 20 Bandmitglieder bekannte Bigband- und Jazz-Standards wie „How Hight the Moon“, „Satin Doll“ und Songs der Rock- und Popmusikgeschichte.

Viele Ehemalige machen mit

Gute Musiker hatte die Schule schon immer. Im Publikum stand auch Bernhard Wiesemann, der ehemalige Chorleiter der Schule. Seit Schuljahresbeginn ist er Pensionär, weiß aber, „dass ich meinen Chor an Dirk Beyer gut übergeben habe.“ 28 Jahre lang hatte Wiesemann den Chor geleitet, war jedes Jahr mit den Mitgliedern in die französische Partnerstadt Morlaix gefahren und hatte den Gegenbesuch der Franzosen in Würselen organisiert. Er freute sich über den musikalischen „Auf-Takt“, den die Schule anlässlich des runden Geburtstages organisiert hatte.

Da luden Stellwände mit Fotos zum Erinnern ein, zum Nachdenken, zum Lächeln und zum Reden über die Zeit. Das taten viele Ehemalige, die in die Aula gekommen waren. Auch der ehemalige Direktor Olaf Andersen. Der erinnerte sich an seine Anfänge in der Talentschmiede. „Als ich 1988 Direktor wurde, gab es zu wenig Schüler und ein Lehrerkollegium, das zerstritten war.“ 66 Lehrer musste er versöhnen, weshalb er den 25. Geburtstag des Gymnasiums vergessen habe. „Die Festschritt haben wir erst ein Jahr später herausgeben“, erinnerte sich Andersen.

Die Bands des Abends waren alle besonders und setzen unterschiedliche Akzente. Eins hatten Big Band, Crossroads und Lagerfeuer-Trio gemeinsam: Schüler, Lehrer und ehemalige Schüler sind Musiker der Bands. Einzig die Streetband Les Chaupiques aus Maastricht war mit externen Musikern besetzt, die aber nicht weniger für gute Stimmung sorgten. Am Ende war es ein Auf-Takt, der ein abwechslungsreiches Jahr einleiten sollte – was ihm rundum gelungen ist.

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