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Auf diese Akteure können alle stolz sein

Von: Holger Bubel
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Schöne Prinzessinnen und ein weiser König: Diese fröhliche Truppe hat auf der Bühne in der Pfarrkirche St. Barbara ihrer Zuschauer sehr beeindruckt. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Hand aufs Herz: Welche Eltern hegen nicht in frühen Jahren den Verdacht oder zumindest die Hoffnung, ihr Kind sei besonders begabt, zeige deutlich mehr Talent als etwa die anderen Knirpse aus der Krabbel- oder Spielgruppe. Zumeist relativieren sich Verdacht oder Hoffnung wieder. Durchschnitt ist auch nicht schlecht, wird dann zur Maxime.

Einen geeigneten Kindergartenplatz für ein vermeintlich hochbegabtes Kind zu finden, ist nicht ganz leicht. Leben und spielen in einer „normalen” Regelgruppe kann sehr belastend für ein begabtes oder hochbegabtes Kind sein, weiß Heike Miethig, Leiterin des evangelischen Familienzentrums in Alsdorf-Ofden und Referentin am Institut zur Förderung hochbegabter Vorschulkinder: „Diese Kinder haben eine hohe Sensibilität im sensitiven Bereich. Wenn sie sich nicht verstanden fühlen, entwickeln sie Strategien, mit ihrer Unzufriedenheit umzugehen. Das kann ein Hang zur Clownerie sein oder sich in einem in sich gekehrten Verhalten, einem Rückzug, bemerkbar machen.” Diese kinder in eine Gruppe zu integrieren, ist eines der Ziele der Hochbegabtenförderung.

Das Familienzentrum in Ofden ist auf dem Weg, zur zertifizierten Einrichtung für hochbegabte Kinder zu werden. Dazu muss die zweigruppige Einrichtung mit insgesamt 45 Kindern bestimmte Kriterien erfüllen, etwa die interne Qualitätssicherung - in jeder Gruppe muss sich mindestens eine Erzieherin zur Fachkraft für Hochbegabte fortbilden - sowie unterschiedlichste Projekte gehören dazu. Ein solches, ein Theaterprojekt, wurde jetzt zur Aufführung gebracht. „Die Salzprinzessin” wurde im Rahmen einer Adventmesse in der Kirche St. Barbara gespielt.

Das Besondere: „Alle Kinder der Einrichtung waren auf irgendeine Weise involviert - als Schauspieler, Tänzer, Kostüm- oder Bühnenbildner”, erzählt Heike Miethig. Dabei haben die Kinder sehr selbstständig arbeiten und ihre Kreativität ausleben können. „Sie haben das Stück, in dem es um einen König, der die richtige Wahl für seine Nachfolge aus seinen drei Töchtern ermitteln muss, von der Grundidee her weiterentwickelt.”

Auch Kostüme und Bühnenbild wurden, den kreativen Ideen der Kinder geschuldet, gestaltet.

Und ein so volles Gotteshaus wie bei dieser Aufführung hat die evangelische Gemeinde wohl auch nicht alle Tage, schließlich drängten sich Mütter, Väter, Geschwister und Großeltern in die Kirche, um die Wahl des Königs mit zu verfolgen.

Mit Recht stolz waren sie am Ende alle, nicht nur die Angehörigen des einzigen nachgewiesenen hochbegabten Kindes der Ofdener Einrichtung.
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