Auf der letzten „Dienstreise“ entführt

Von: ehg
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Verabschiedung des langjährigen Stadtjugendwarts Franz-Josef Mertens (2.v.l.) im Gerätehaus Bardenberg: Mit dabei waren (v.l.) stellvertretender Kreisbrandmeister Werner Graff, stellvertretender Wehrleiter Ralf Jüsgens, stellvertretender Landesjugendwart Ralf Welsch und Löschzugführer Stefan Kaiser. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Die Überraschung war gelungen: Der Stadtjugendwart der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Würselen, Franz-Josef Mertens, landete auf seiner letzten „Dienstreise“ nicht – wie angekündigt – in Aachen, sondern im Schulungsraum des Löschzuges Bardenberg an der Niederbardenberger Straße.

Dorthin hatte die Wehr zu seiner Verabschiedung eingeladen und dort wurde ihm ein großer Bahnhof bereitet.

Viele seiner Weggefährten zollten ihm durch ihre Teilnahme großes Lob und hohen Respekt. Mehr noch: Ob der vielen Verdienste, die er sich allein in 18 Jahren als Jugendwart der Stadt erwarb, verlieh ihm der stellvertretende Landesjugendwart Ralf Welsch (Stolberg) die Ehrennadel des Deutschen Jugend-Feuerwehrverbandes in Gold. Unter anderem gratulierte ihm dazu der stellvertretende Kreisbrandmeister Werner Graff (Simmerath).

„Als Stadtjugendwart war der heutige Stadtbrandinspektor Franz-Josef Mertens über 18 Jahre lang sehr erfolgreich, was die steigenden Mitgliederzahlen – vor allem in den letzten Jahren – eindrucksvoll belegten“, führte der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Stadtbrandinspektor Ralf Jüsgens, in seiner Laudatio aus. Am 1. März 1974 war er in die Freiwillige Feuerwehr Bardenberg eingetreten. Schnell bildete er sich zum Unterbrandmeister fort.

1986 habe Franz-Josef Mertens die Zeichen der Zeit erkannt, als er die Jugendfeuerwehr Bardenberg mit aus der Taufe hob, deren Jugendwart er bis zum heutigen Tag – 27 Jahre lang – auch geblieben ist. Neben dem heutigen Löschzugführer Stefan Kaiser sei auch der überwiegende Teil der Aktiven des Löschzuges Bardenberg durch seine Schule gegangen. Als ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung wertete Jüsgens die Mitarbeit „seines“ Löschzuges bei der Ausrichtung des Überraschungsfestes.

Mertens habe die Geschicke der Stadt-Jugendfeuerwehr äußerst engagiert und mustergültig geleitet, erwähnte Jüsgens auch seine langjährige Funktion als beratendes Mitglied des Jugendhilfeausschusses. Auf städteregionaler Ebene arbeitet er als Referent für die „Allgemeine Jugendarbeit“ über Jahre im Kreisjugendausschuss mit. Seit vielen Jahren fungiert er auf Landesebene als Schiedsrichter für die Leistungsspange, die höchste Auszeichnung eines Jugendfeuerwehr-Mitgliedes. „Durch seine stets unkomplizierte und persönliche Art hat er sich auch überregional einen Namen gemacht.“

Seine hohen Verdienste wurden seitens des Kreisverbandes mit der silbernen und goldenen Ehrennadel gewürdigt. Die Jugendfeuerwehr NRW „dekorierte“ ihn mit den selten verliehenen Ehrennadeln in Silber und Gold. Nicht zu vergessen: 2003 übernahm Franz-Josef Mertens zunächst kommissarisch das Amt des stellvertretenden Löschzugführers.

Nach Absolvieren des Zugführer-Lehrgangs in Münster ist er bis heute in dieser Funktion tätig. Seit seiner Zugehörigkeit zur Feuerwehr habe es Franz-Josef Mertens verstanden, die familiären und beruflichen Verpflichtungen mit seinem Ehrenamt vorbildlich zu vereinigen. Sohn Markus ist als Mitglied der Feuerwehr in seine Fußstapfen getreten. Ein besonderes Wort des Dankes sprach Jüsgens der Ehefrau Sylvia aus, die Mertens stets den Rücken frei gehalten habe.

Bei Franz-Josef Mertens bedankte sich die Feuerwehr der Stadt für sein aufopferungsvolles Engagement als Stadt-Jugendfeuerwehrwart mit einem Fotoalbum und einem Gutschein, vor allem aber mit der gelungenen Überraschungsfeier. Es freute den stellvertretenden Leiter der Wehr, „dass Franz-Josef uns als Jugendwart in Bardenberg und als Referent auf Kreisebene erhalten bleibt.“

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