Auch Verkehrsexperten geben grünes Licht

Von: Georg Pinzek
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Der unaufhaltsame Untergang de
Der unaufhaltsame Untergang der Nadelfabrikation endete in Würselen vor acht Jahren mit der Schließung des SNF-Werks: Seitdem wird über die Folgenutzung der Industriebrache im Zentrum, die der Groz-Beckert KG in Albstadt gehört, intensiv diskutiert. Einig sind sich dabei alle, dass der Standort großes Potenzial für die Stadtentwicklung hat. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Mit ganz bedeutenden Bausteinen der Würselener Stadtentwicklung werden sich die Bürger schon bald im Rahmen des Beteiligungsverfahrens befassen.

Nachdem Planer, Politik und Gutachter sich intensiv mit dem aktuellen Konzept für die Singer-Höfe befasst haben, wurden Ideen und Empfehlungen am Donnerstag im Ausschuss für Stadtentwicklung, Straßenbau, Umwelt und Verkehr vorgestellt. Technischer Beigeordneter Till von Hoegen verhehlt dabei nicht, „da wurde eine Menge Arbeit und viel Herzblut investiert”. Das hat sich, davon ist er fest überzeugt, gelohnt. Für mehrere Millionen Euro will der niederländische Investor Albert C. Blok Geschäfts- und Wohnhäuser auf dem Areal mitten im Zentrum errichten. Gerade vor der angespannten Haushaltssituation könne Würselen auf die wertvollen Impulse, die von diesem Großprojekt ausgehen, gar nicht verzichten, weiß Till von Hoegen, dass er mit dieser Einschätzung nicht nur im Rathaus große Zustimmung findet.

Ampel Kaiser-/Bahnhofstraße

Nachdem ein Einzelhandels-Gutachten (BBE-Handelsberatung/Rainer Schmidt-Illguth) die Verträglichkeit für die Innenstadt und da besonders für die Kaiserstraße beleuchtet hatte und den wirtschaftlichen Impulsgeber begrüßt, liegen jetzt auch die Ergebnisse des Verkehrsgutachtens vor. Dabei stand für das Büro Ambrosius-Blanke aus Bochum natürlich der Knotenpunkt Kaiserstraße/Bahnhofstraße besonders im Fokus: Weil der Platz für einen Kreisverkehr dort nicht ausreicht, lautet die Empfehlung, die Kreuzung mit einer Ampelanlage zu bestücken. „Unter der Voraussetzung dieser baulichen/betrieblichen Veränderung des Knotenpunkts ergeben sich aus rein verkehrstechnischer Sicht keine Bedenken gegen eine geplante Entwicklung des Singer-Areals”, lautet das Fazit der Verkehrsexperten. Sehr froh darüber, dass die ursprüngliche Passagen-Planung (Arbeitstitel Singer-Atrium) zu einer offenen Lösung mit Wegeverbindungen und Plätzen modifiziert wurde, ist der Technische Beigeordnete. Von der urbanen Erweiterung der Kaiserstraße auf das Singer-Gelände verspricht sich von Hoegen eine deutliche Qualitätssteigerung - städtebaulich und auch wirtschaftlich. Eine architektonische Bereicherung sieht er in den unterschiedlichen Gebäudestrukturen, die jetzt vorgesehen sind.

„Alle Kernforderungen der Politik sind in das vorliegende Konzept eingearbeitet worden”, resümiert von Hoegen. Wichtig sei, der Investor garantiere einen hochwertigen und vielseitigen Mietbesatz für die Gewerbeflächen. Positiv beurteilt der Technische Beigeordnete auch die geplante Hotelnutzung an der Bahnhofstraße. Dass überdies der Bedarf an Wohnflächen in Würselen stark gefragt sei, belegten aktuelle Zahlen.

Einkaufen, Freizeit und Wohnen

Das Projekt Singer-Höfe zwischen Kaiserstraße, Bahnhofstraße und Kalkhaldenpark punktet mit einer vielfältigen Nutzung der unterschiedlichen Gebäude.

Die Verkaufs- und Nettonutzfläche für Geschäfte und Frischemarkt wird mit 9155 Quadratmeter, für Gastronomie 544 Quadratmeter, für Praxen 1779 Quadratmeter, Hotel 3053 Quadratmeter und für Wohnungen 13 587 Quadratmeter angegeben. Neben etwa 60 Stellplätzen ebenerdig neben dem Frischemarkt ist der überwiegende Teil der Parkflächen in Tiefgaragen vorgesehen.
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