Auch für das Feuer auf dem Feld gibt es strenge Auflagen

Von: tv
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Feuerlöscher für den Notfall: Das Verbrennen von Grünabfällen, aber auch Papier und allerlei Übriggebliebenen war in ländlichen Gebieten und so auch im Nordkreis Aachens eine Praxis, die niemand besonders registriert hat.

Nordkreis. Die älteren Semester werden sich noch eindringlich daran erinnern: Rauchsäulen, die über dem Land aus Gärten und von Feldern aufsteigen. Das Verbrennen von Grünabfällen, aber auch Papier und allerlei Übriggebliebenen war in ländlichen Gebieten und so auch im Nordkreis Aachens eine Praxis, die niemand besonders registriert hat.

Doch das Bild ist, nicht zuletzt wegen der zunehmend strengen gesetzlichen Regelungen, selten geworden. Mittlerweile gilt: „Grundsätzlich darf nichts verbrannt werden”, sagt der Leiter des Bereichs „Öffentliche Ordnung” der Stadt Herzogenrath, Manfred Sickert.

Es gebe jedoch Ausnahmegenehmigungen für Landwirte, die Heckenschnitt oder Schlagabraum verbrennen möchten. Hierbei sind besondere Auflagen zu beachten. So dürfen Genehmigungen nach dem Merkblatt zur Beseitigung pflanzlicher Abfälle außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen des NRW-Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nur ausgestellt werden, wenn das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt wird. Das wäre beispielsweise durch starke Rauchentwicklung und Brandgefahr der Fall.

Die Verbrennung darf demnach „nur auf Grundstücken außerhalb bebauter Ortsteile mit ausreichendem Abstand zur nächsten Bebauung” erfolgen. Bei extrem trockener Witterung, starkem Wind und auf moorigem Untergrund ist es aber auch dort untersagt. Haben Landwirte vor, Etwas zu verbrennen, müssen sie dafür die Erlaubnis bei der Kommune einholen. In Herzogenrath gibt es pro Jahr zwischen fünf und zehn Anfragen dieser Art, gibt Sickert an. Grünabfälle zu verbrennen war bis vor drei Jahren auch Privatpersonen möglich, erklärt Willi Vondenhoff vom Ordnungsamt der Stadt Würselen. Seitdem müssen derartige Abfälle im Rahmen des Umweltschutzes jedoch kompostiert werden.

Im Privatbereich kommen Verstöße vor, oft aus Unwissenheit. Mit einer mündlichen Verwarnung sei es in den meisten Fällen erledigt, so Vondenhoff, es bestehe aber auch die Möglichkeit, Bußgelder zu verhängen. Angemeldete Verbrennungen durch die Landwirtschaft werden regelmäßig auf Einhaltung der Auflagen kontrolliert. Bis jetzt habe es in diesem Bereich keine Probleme gegeben.

Was darf in den Ofen?

Was in kleinen und mittleren Feuerungsanlagen wie Kaminöfen, die nicht unter die Genehmigungspflicht des § 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) fallen, verbrannt werden darf, regelt die Kleinfeuerungsanlagenverordnung in Abschnitt 1, § 3. Neben anderen Stoffen zählen dazu verschiedene Kohleprodukte, naturbelassenes Holz in unterschiedlichen Formen und sogar „gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz sowie daraus anfallende Reste, soweit keine Holzschutzmittel aufgetragen oder infolge einer Behandlung enthalten sind und Beschichtungen keine halogenorganischen Verbindungen oder Schwermetalle enthalten”.
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