Alsdorf - Auch die Realschule reklamiert mehr Raum im Kubiz

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Auch die Realschule reklamiert mehr Raum im Kubiz

Von: Verena Müller
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Reinhild Behr-Bennemann, Leiterin der Kubiz-Realschule: „Wir haben einen erhöhten Raumbedarf durch geänderte Konzeptionen Foto: Müller

Alsdorf. Über den erhöhten Raumbedarf des Dalton-Gymnasiums Alsdorf im Kubiz-Neubau ist im Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur der Stadt Alsdorf am vergangenen Donnerstag ausführlicher diskutiert worden. Die Leiterin der Kubiz-Realschule, Reinhild Behr-Bennemann, hatte sich schon vor dem eigentlichen Tagesordnungspunkt in der Fragestunde für Bürger zu Wort gemeldet und ihrem Unmut Luft gemacht.

Die Realschule werde auf zwei Züge reduziert, ja, es sei aber bislang nie offiziell davon die Rede gewesen, dass man ihr Räume wegnehmen wolle. Nun werde aber schon öffentlich darüber diskutiert, ohne dass je jemand mit ihr Rücksprache gehalten hätte. Die eh schon benachteiligten Realschüler würden, sollte dies tatsächlich umgesetzt werden, noch stärker ins Hintertreffen geraten. Man könne ja mal ausrechnen, wie viel Quadratmeter die Realschüler und wie viel die Gymnasiasten im Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz) hätten. Und: „Auch wir haben einen erhöhten Raumbedarf durch geänderte Konzeptionen.“

Die Verwaltung hatte festgestellt, dass das Gymnasium vier weitere Klassenzimmer benötigt. Wie Referatsleiter Manfred Schmidt im Vorfeld der Ausschusssitzung gegenüber unserer Zeitung ausgeführt hatte, könne man nicht darauf warten, bis durch die Verkleinerung der Realschule genügend Raumkapazitäten entstünden. Außerdem müsse man abwägen, wie viel man der Realschule überhaupt noch zumuten könne. Die Realschule soll ab diesem Sommer um einen Zug reduziert werden, das ist also eine Eingangsklasse weniger.

Die Bezirksregierung Köln hat das abgenickt. In diesem Jahr bleibt demnach ein Klassenraum leer, im nächsten sind es zwei und so weiter. Das Gymnasium braucht aber voraussichtlich schon zum Schuljahreswechsel vier weitere Klassen. Drei Klassen durch die Rückkehr zum G 9 und eine aufgrund der höheren Anmeldezahl, die dem Flüchtlingszustrom zugeschrieben wird. 40 schulpflichtige Kinder und Jugendliche zählt Alsdorf derzeit insgesamt, schulformunabhängig. „Wir müssen aber eh noch diesen Sommer abwarten, um verlässliche Anmeldezahlen zu haben“, sagte Schmidt weiter mit Blick aufs Dalton-Gymnasium. Möglicherweise muss bei der Raumausstattung also noch nachjustiert werden.

Im Ausschuss versicherte Schmidtt Behr-Bennemann mehrfach, dass weder im laufenden noch im neuen Schuljahr damit zu rechnen sei, dass der Realschule Räume gekürzt würden. „Sie werden beteiligt, aber derzeit steht dieses Thema überhaupt nicht zur Debatte.“

Beim Tagesordnungspunkt angelangt, hakte Ausschussmitglied Gabriele Persigehl (CDU), zugleich Lehrerin an der Realschule, nach, ob die Verwaltung nicht – wie bereits zuvor vergeblich gefordert – Dokumente des Gymnasiums-Leiters vorlegen könne, aus denen der Raumbedarf hervorgehe. „Nicht, weil ich der Verwaltung misstrauen würde...“, so Persigehl. Das sicherte Schmidt zu und entschuldigte sich für das Versäumnis.

In der Frage, ob das Gymnasium nun (wieder) Container erhalten soll oder angebaut wird, muss die Verwaltung nun tätig werden.

Rund 700.000 Euro sind für Container, 900.000 für eine Festbauweise kalkuliert. Nachdem der Ausschuss die Verwaltung einstimmig beauftragt hat, für eine Erweiterung zu sorgen, ist das nämlich nun die nächste, anstehende Aufgabe.

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