Auch die Naturfreunde werden immer älter

Von: clh
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Lange Mitgliedschaften: Vorsitzender Bruno Barth (3.v.r.) würdigte unter anderen Peter Kuhn (r.) für 65 Jahre. Foto: Claudia Heindrichs

Herzogenrath. Herbstfest bei den Naturfreunden (NF) der Ortsgruppe Merkstein: Gut ein Viertel der 200 Mitglieder hatte sich zum gemütlichen Beisammensein anlässlich der alljährlichen Ehrungen bei fröhlicher Musik und einer gestifteten Tombola im Vereinshaus eingefunden.

Vorsitzender Bruno Barth und Stellvertreterin Regina Becker freuten sich über die Vielzahl der Jubilare und lobten ihr Engagement. Sie seien ein Spiegelbild aller Mitglieder, da ihre Aktivitäten ebenso breit gefächert seien, wie das Angebot des Verbands: Von Wanderungen und Ausflügen sei über die Musikgruppe und vielseitige Aktivitäten im umwelt- und gesellschaftspolitischen Bereich einiges dabei. Und genau in diesen vielzähligen Bereichen seien die Ehrenleute des Abends über Jahre aktiv.

Wo im vergangenen Jahr noch zwei Ehrungen für je 40 Jahre Mitgliedschaft die Höchstzahl darstellten, gab es in diesem Jahr sogar einen Ehrenmann, der für 65 Jahre aktive Verbundenheit gefeiert wurde: Peter Kuhn nahm mit bescheidenen Dankesworten seine Urkunde entgegen. Er habe den Naturfreunden viel zu verdanken. Sogar seine liebevolle Lebensbegleiterin habe er vor über 50 Jahren unter den Mitgliedern kennengelernt. Auf Barths rhetorische Frage, was die Naturfreunde wohl ohne „den Peter“ wären, folgte großer anerkennender Beifall.

Es wurden weitere Mitglieder für 15, 25, 40 und 55 Jahre geehrt. So viele und vor allem so hohe Zahlen seien es lange nicht gewesen, freute sich Barth: „Das ist wirklich außergewöhnlich!“ Günter Vogt wäre in diesem Jahr für 70 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet worden. Leider war es ihm an diesem Abend nicht möglich, seine Ehrung entgegen zu nehmen.

Wie vielen anderen Vereinen fehlt es auch den Naturfreunden an neuen, jungen Mitgliedern. Zwar wurden beim Herbstfest sieben neue Naturbegeisterte begrüßt, dennoch sei kein Zuwachs zu verzeichnen. Barth: „Es bleibt ungefähr bei 200 Mitgliedern konstant.

Das ist zwar nicht schlecht, aber leider scheiden immer mehr aus Altersgründen aus.“ Durch ein im April ins Leben gerufenes Müttercafé, das jeden Dienstagmorgen öffnet, versuchen die Naturfreunde nun, Interesse bei jungen Eltern und Kindern zu erwecken. „Vielleicht findet so, der oder die ein oder andere Freude an der Natur und an unseren Aktivitäten“, hofft der Vorsitzende.

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