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Attraktive Lage: Nächste Etappe in Setterich wird gefeiert

Von: Stefan Schaum
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Die Menschen sollen die neue Mitte entdecken: Vorsitzender Klaus Schäfer lädt für den Gewerbeverein nach Setterich ein. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Die Settericher Händler können erst mal durchatmen. Vier Wochen lang war die Hauptstraße vor dem Neuen Markt während des Umbaus komplett gesperrt. Ein Engpass auch für das Geschäft. Jetzt fließt der Verkehr wieder, der möglichst neue Kunden bringen soll. Über die Umgestaltung spricht Klaus Schäfer, Vorsitzender des Gewerbevereins Setterich.

„Neuer Markt“, „Soziale Stadt“, attraktive Einkaufsmeile – Setterich soll aufblühen. Ist denn bereits mehr Leben eingekehrt?

Schäfer: Ja. Aber ich denke, dass noch eine ganze Menge mehr passieren kann und muss, vor allem aus Sicht von uns Gewerbetreibenden. Die großen Läden und Discounter werden nach wie vor gezielt angefahren – aber die kleineren profitieren nicht so sehr von dem neuen Ambiente. Da müssen wir uns mehr bewegen, mehr anbieten.

Soll heißen: Ein schönes Umfeld alleine bringt es auch nicht?

Schäfer: Wir haben jetzt eine gute Infrastruktur. Aber wir müssen die Menschen dazu bringen, dort auch was zu unternehmen.

Stichwort Verkehr: Der Durchgangsverkehr soll möglichst abnehmen – gleichzeitig soll es attraktiver werden, ins Zentrum zu fahren. Ein schwieriger Spagat, oder nicht?

Schäfer: Jein. Es stimmt schon, dass der Durchgangsverkehr problematisch ist, vor allem angesichts vieler Lkw, die die Hauptstraße nutzen. Andererseits können wir davon profitieren. Die Leute müssen ja sehen und entdecken, dass sich hier richtig was getan hat. Und das fällt beim Durchfahren durchaus ins Auge.

Aber am Tempo 30 soll festgehalten werden. Könnte das den ein oder anderen nicht von der Fahrt zum Einkaufsbummel abhalten?

Schäfer: Denke ich nicht. Ich bin für Tempo 30, aber gegen einen Schilderwald. Nach Möglichkeit sollte die Straße so „nackt“ bleiben, wie sie derzeit ist. Ganz ohne Mittelstreifen. So bleibt ein zusammenhängender Charakter der Straße, der Gehwege und Geschäfte erhalten. Die Geschwindigkeitsbegrenzung muss aber sein und die sollte sogar noch stärker kontrolliert werden. Auch abends, denn hier brettern immer wieder Autos und Motorräder richtig schnell durch.

Dabei soll die Querungshilfe, die an der Einmündung Emil-Mayrisch-Straße in die Fahrbahn hineinragt, doch einiges Tempo herausnehmen.

Schäfer: Schon, aber die ist auch nicht unproblematisch. Viele, die aus Richtung Baesweiler kommen, fahren schon viele Meter vor dieser Stelle auf die linke Fahrbanhseite. Wenn dann noch einer aus Richtung Neuer Markt kommt, fährt er gern mal auf den flachen Bürgersteig, damit beide aneinander vorbeikommen. Das habe ich in den vergangenen Tagen schon oft beobachtet. Sehr gefährlich.

Einige der neu geschaffenen Ladenlokale sind noch gar nicht vermietet, auch für manches ältere interessiert sich offenbar niemand. Wie problematisch ist der Leerstand?

Schäfer: Der ist schon ein großes Problem. Es ist einfach schwer, hier weitere Branchen reinzukriegen. Da sind seitens der Stadt etliche Gespräche geführt worden. Größere Ketten wollen offenbar nicht nach Setterich. Ich hoffe aber sehr, dass sich zum Beispiel ein Gastronom für das Ladenlokal am „Neuer Markt“ findet. Oder ein Schuhladen. Das sind so Dinge, die hier als Zugpferde für Kunden und Händler fehlen. Leicht wird das nicht. Aber wir sind zuversichtlich. Die äußeren Rahmenbedingungen stimmen jetzt – für den Rest müssen wir sorgen.

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