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„Atelier“-Künstler zeigen viele Facetten

Von: ehg
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Vielseitig: Die Künstler von „Atelier“ begrüßte Bürgermeister Arno Nelles (3.v.l.) bei der Vernissage im Alten Rathaus. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Wie breit das Spektrum bildender Kunst sein kann, zeigt die Ausstellung der Künstlergruppe „Atelier“, die jetzt im Alten Rathaus an der Kaiserstraße 36 von Bürgermeister Arno Nelles eröffnet wurde.

Es freute ihn, die sieben Künstlerinnen und Künstler – Manfred Schieber war als Gast mit von der Partie – mit ihren neuesten Kreationen erneut dort begrüßen zu dürfen. Von der Eröffnung des Kulturzentrums vor 25 Jahren an „bereichert sie ohne Unterbrechung mindestens einmal im Jahr dessen vielseitiges kulturelles Angebot“. Indem er den Besuchern einen künstlerischen Hochgenuss und lebendige Gespräche mit Ausstellern wünschte, lobte er die hohe Qualität ihrer Arbeit. „Jahr für Jahr entwickelten sie sich weiter und setzten durch ihr Experimentieren immer neue Akzente bei der subjektiven Wiedergabe der Realität um sie herum.“

Ölmalerei

In die facettenreiche Ausstellung führte Atelier-Sprecherin Mechtild Niebeling-Mause ein, die vorab der „Hausherrin“ Sigrid Kerinnis für die bei der Gestaltung gewährten Hilfen dankte. Zunächst lenkte sie den Focus darauf, wie Maria Lürken, das älteste Mitglied der Gruppe, ihrer Ölmalerei stets treu geblieben ist. Deutlich zu erkennen ist, wie sie die Bilder von der satten zur transparenteren Farbe entwickelt hat. Mit ihren digitalen Fotoarbeiten tritt Renate Remy künstlerisch in Erscheinung. In der Papierkunst lebt sich Angela Maintz mit ihren Faltobjekten aus. Bei ihren vielfarbigen Blüten aus Papier lässt sie ihrer Phantasie freien Lauf. Als Meisterin der Collage entpuppt sich Alexandra Reichenberg. In ihren Kompositionen tauchen alte Fotos mit Frauengestalten im Look des frühen 20. Jahrhunderts auf. Und Willi Lemke hat scheinbar einen ganzen Baum abgeerntet für seine surrealen Apfelbilder. Für seine künstlerische Vielseitigkeit sprechen auch die ausgestellten Holzreliefs. Die Aquarelle von Mechtild Niebeling-Mause sind an der Nordsee entstanden, wo sie die typische Landschaft zu „Freiräumen“ inspirierte.

Herzlich begrüßte die Atelier-Sprecherin den diesjährigen Gast, Manfred Schieber, der seit vielen Jahren als Restaurator arbeitet und seit zwölf Jahren in Würselen lebt. In altmeisterlicher Manier malt er mit Acryl- und auch Ölfarben Stillleben, aber auch „eingepackte“ Frauengestalten. Illusion und Wirklichkeit gehen in seinen Arbeiten eine phantastische Synthese ein. Herzlich grüßte Mechtild Niebeling die Künstlerin Hildegard Kasberg, die aus gesundheitlichen Gründen diesmal nicht ausstellen konnte. Mit adäquater Musik umrahmten Anna Pavlou (Gesang) und Holger Gossen (Gitarre) die gut besuchte Vernissage.

In Augenschein genommen werden kann die Ausstellung bis Sonntag, 7. Dezember, zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr.

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