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Architektenkammer bringt neuen Look auf den Schulhof

Von: Holger Bubel
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Wackelige Angelegenheit: Kurz nach der Freigabe erfreut sich der Motorikparcours auf dem Pausenhof großer Beliebtheit. Foto: Holger Bubel
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Hatte das Vergnügen, den Motorikparcours frei zu geben: Siebtklässlerin Layla.

Alsdorf. Die Schüler hinter dem Trassierband waren kaum noch zurück zu halten. Die Spannung, das neue Spielgerät endlich ausprobieren zu dürfen, löste sich dann erst, als Mitschülerin Layla symbolisch die Freigabe mit dem Durchschneiden des Absperrbandes erteilte.

Das neue Spielgerät auf dem Unterstufenschulhof ist eines von mehreren Umsetzungen in der ersten Phase des „KidS“-Projektes (Kammer in der Schule) der Architektenkammer NRW mit der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf. Dabei wurde der „langweilige“ Schulhof von einer Projektgruppe aus Schülern der Jahrgangsstufen 7 bis 12, begleitet von der Landschaftsarchitektin Anette Sommer, begutachtet.

Unter der Fragestellung „Was wünscht ihr euch von eurem Schulgelände“ wurden Vergleiche mit anderen Schulen gezogen, der eigene Pausenhofzustand nach Vorlieben, Laufwegen, Konflikt- und Gefahrenpunkten analysiert. Erster Lösungsansatz: Gebäude und Schulhof wurden nach Jahrgangsstufen getrennt.

In einem weiteren Schritt wurden Ideen gezeichnet, Modelle gebaut und daraus schließlich ganz konkrete Pläne entwickelt und bauliche sowie gärtnerische Veränderungen realisiert: der Aufgang zu einem Hügel wurde mit einer Holztreppe versehen, Beete wurde angelegt, sechs Sitzbänke für den Außenbereich gefertigt und – das Highlight der ersten Bauphase – besagtes Spielgerät, ein Motorikparcours, installiert.

Gemeinsam mit Lehrerin Susanne Kaussen und Lehrer Wilhelm Braunleder haben die Schüler der ausführenden Firma – schließlich war aus Sicherheitsgründen der Fachmann gefragt – tüchtig unter die Arme gegriffen, als es etwa galt, 60 Kubikmeter Holzhäksel für den Fallschutz zu verteilen. Worüber Willi Braunleder sich besonders freute: „Die Schüler waren mit unglaublicher Begeisterung bei der Sache. Sie haben freie Samstage und Nachmittage für das Projekt geopfert.“ Und selbst als an einem Tag Hitzefrei anstand, war die Projektgruppe „Schaufel bei Fuß“ zur Stelle.

„Chill-Bereich“

Schon bald sollen weitere Bauabschnitte folgen: „Als nächstes werden wir für die Oberstufe einen Chill-Bereich mit Bänken einrichten – sobald wieder Geld da ist“, sagt Willi Braunleder. Eine erste Spende gab es gleich zur Eröffnung des Motorikparcours: Der Lions Club Alsdorf spendierte 1500 Euro zur Fortsetzung des Projekts.

Zufrieden zeigten sich auch die professionellen Architekten mit den Schülern: „Mit dem Projekt wollen wir den Schülern die Architektur näher bringen. Was ist Architektur, wo findet man sie überall im täglichen Leben“, erläutert Gabriele Richter, Vorstandsmitglied der Architektenkammer NRW die Intention des Projekts. „Wir haben den Eindruck, das ist uns hier an der schule sehr gut gelungen.“ Und tatsächlich: „Zwei unserer Schüler haben Interesse an dem Architektenberuf bekundet“, berichtet Susanne Kaussen.

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